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Homöopathische Arzneimittel im Urlaub: Sicher lagern, verantwortungsvoll entsorgen

Auch unterwegs ist ein achtsamer Umgang mit Arzneimitteln wichtig – insbesondere bei homöopathischen Präparaten. Von der richtigen Lagerung bis zur umweltfreundlichen Entsorgung gibt es einiges zu beachten.

Bewährte Begleiter auch auf Reisen

Ob bei akutem Durchfall, Insektenstichen oder Sonnenbrand – homöopathische Arzneimittel sind für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil der Reiseapotheke. Besonders in den Sommermonaten, wenn es viele Österreicherinnen und Österreicher in den Süden zieht, ist eine gut vorbereitete Notfallapotheke sinnvoll. Laut Statistik Austria wurden 2024 mehr als 27 Millionen Urlaubsreisen unternommen. Wer regelmäßig Arzneimittel einnimmt oder auf bewährte homöopathische Unterstützung vertraut, sollte diese auch unterwegs sicher aufbewahren.

Hitzeempfindlich und lichtsensibel: So lagerst Du homöopathische Arzneimittel richtig

Homöopathische Arzneimittel sind in der Regel ungekühlt bei Raumtemperatur haltbar – dennoch reagieren sie empfindlich auf extreme Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung. Besonders bei Reisen in warme Regionen gilt: Die Globuli, Tropfen oder Tabletten sollten kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Ideal ist ein fester, dunkler Behälter im Handgepäck oder in der Reiseapotheke. Auch stark schwankende Temperaturen, etwa im aufgeheizten Auto, können die Wirksamkeit beeinflussen. Homöopathische Arzneimittel reagieren zudem empfindlich auf elektromagnetische Strahlung – eine direkte Aufbewahrung neben dem Handy, Computer, WLAN-Router, Fernseher bzw. Mikrowelle sollte vermieden werden.

Wichtig: Hinweise zur optimalen Lagerung von Arzneimitteln finden sich in der Packungsbeilage (gibt es allerdings bei Einzelmitteln nicht). Wer ganz sicher gehen möchte oder nähere Informationen benötigt, kann sich vor Reiseantritt in der Apotheke beraten lassen.

Arzneimittel gehören ins Handgepäck – auch homöopathische

Reist Du mit dem Flugzeug, ist es ratsam, alle benötigten Arzneimittel – auch homöopathische – im Handgepäck mitzuführen. So bist Du auch dann versorgt, wenn Dein Koffer nicht rechtzeitig ankommt. Für flüssige Zubereitungen gelten die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen: Behälter bis 100 ml, sicher verpackt in einem transparenten Beutel.
Bei regelmäßig einzunehmenden Arzneimitteln empfiehlt es sich, ein ärztliches Attest in deutscher und englischer Sprache mitzuführen – besonders bei Reisen außerhalb der EU. Auch für einige homöopathische Arzneimittel können in bestimmten Ländern Einfuhrbeschränkungen bestehen. Eine kurze Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Apotheke schafft hier Klarheit.

Richtig entsorgen – auch im Ausland

Übrig gebliebene oder abgelaufene Arzneimittel sollten auf keinen Fall im Hausmüll oder gar in der Toilette landen – auch nicht im Urlaub. Die enthaltenen Wirk- und Hilfsstoffe können über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Speziell die Wirkstoffe konventioneller Arzneien wie bei Schmerzmitteln usw. können schädlich für die Umwelt sein.

Die einfachste Lösung: Entsorge nicht mehr benötigte Arzneimittel in der nächstgelegenen Apotheke – viele Länder bieten ähnliche Rückgabesysteme wie in Österreich. Informiere Dich dazu am besten vor Ort oder frage direkt in der Apotheke nach.

Auch nach dem Eincremen mit medizinischen Salben gilt: Rückstände gehören nicht ins Abwasser. Hände mit einem Tuch abwischen, statt sie unter fließendem Wasser abzuspülen – so schützt Du aktiv die Umwelt.

Homöopathische Arzneimittel sind auch auf Reisen verlässliche Begleiter – vorausgesetzt, sie werden richtig gelagert. Wer diese Grundsätze beachtet, schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Umwelt – und kann entspannt in den Urlaub starten.

Wenn der Sommer zwickt: Homöopathie bei Sonnenbrand, Insektenstichen & Hitze

Sonne, Garten und Urlaub: Der Sommer bringt gute Laune – aber manchmal auch kleine Beschwerden mit sich. Ob Sonnenbrand, Wespenstich oder Hitzekollaps – homöopathische Arzneimittel können helfen, typische Sommerbeschwerden sanft zu lindern. In diesem Beitrag steht, was in der Sommerapotheke nicht fehlen sollte.

Sommerzeit ist Draußenzeit – mit all ihren schönen, aber auch herausfordernden Seiten. Ein Sonnenstich nach dem Badetag, juckende Mückenstiche beim Grillabend oder ein Sonnenbrand vom Wanderausflug: All das kann den Sommergenuss trüben. Die gute Nachricht: In der homöopathischen Haus- und Reiseapotheke finden sich bewährte Arzneimittel, die in solchen Fällen schnell und sanft helfen können.

Sonnenbrand & Sonnenstich – Wenn die Sonne zu viel war

Belladonna
Ideal bei plötzlich auftretenden Beschwerden mit rotem, heißem Gesicht, pochenden Kopfschmerzen, eventuell auch mit Übelkeit und Erbrechen oder sogar Fieber– typische Anzeichen eines Sonnenstichs. Auch bei Sonnenbrand mit trockener, heißer Haut ohne Blasenbildung geeignet.
Typisch: Hitzekollaps, Gesichtsröte, pochende Schmerzen, Lichtempfindlichkeit, schnelle Wirkung bei früher Einnahme.

Cantharis
Bewährt bei Sonnenbrand mit Blasenbildung oder starkem Brennen. Die betroffene Haut ist hoch empfindlich, das Brennen wird oft als „verzehrend“ beschrieben.
Typisch: Blasen, Brennschmerz, Hautrötung, große Empfindlichkeit, oft auch bei Verbrühungen oder Verbrennungen verwendet.

Glonoinum
Bei starkem Hitzestau mit Schwindel, pulsierenden Kopfschmerzen und pochenden Halsschlägen – etwa nach langer Sonneneinwirkung. Auch hilfreich bei Kreislaufsymptomen durch Hitze.
Typisch: Hitzegefühl im Kopf, Schwindel, Benommenheit, Gefühl „der Kopf platzt gleich“, Verschlechterung durch Sonne.

Insektenstiche & Bisse – wenn’s juckt, brennt oder schwillt

Apis mellifica
Das klassische Arzneimittel bei geschwollenen, geröteten, brennenden oder stechenden Insektenstichen – besonders bei schneller Schwellung und Besserung durch Kälte.
Typisch: rosa, teigig weiche Schwellung, Wärme und Berührung verschlechtern, Kühlung lindert, stechender Schmerz mit Juckreiz.

Ledum palustre
Besonders hilfreich bei Stichen mit Stichstelle wie „eingefroren“ oder taub, aber mit tiefer, bohrender Empfindung. Gute Wirkung auch bei Mücken- oder Zeckenstichen. Besserung durch Kälte.
Typisch: Stich kalt und taub, Schwellung bläulich, Verhärtung um die Einstichstelle, evt. auch vorbeugend nach Zeckenbiss.

Urtica urens
Anwendbar bei Brennnesselreizungen, Sonnenallergie und juckenden Hautausschlägen mit Nesselausschlag-Charakter. Besonders hilfreich bei Überempfindlichkeitsreaktionen.
Typisch: Ausschläge mit Hitzegefühl, Quaddeln, starker Juckreiz, brennende Haut.
Kreislauf & Erschöpfung – sanft wieder ins Gleichgewicht kommen

Veratrum album
Bei starkem Kreislaufabfall mit kaltem Schweiß, Übelkeit und Schwächegefühl – z. B. nach langem Stehen in der Sonne. Der Blutdruck ist meist niedrig, die Haut blass und kalt.
Typisch: plötzlicher Kollaps, kalter Schweiß auf Stirn, Durst auf kaltes Wasser, Übelkeit oder Durchfall möglich.

Carbo vegetabilis
Hilft bei Hitzeschwäche mit Kurzatmigkeit, Blässe, Kreislaufschwäche. Wird auch als „homöopathischer Sauerstoff“ bezeichnet. Besonders bei älteren Menschen oder Erschöpfung nach Hitzeeinwirkung.
Typisch: Kältegefühl, Schwäche, Atemnot bei Wärme, Wunsch nach frischer Luft.

Tipps für die homöopathische Sommerapotheke

  • Arzneimittel griffbereit halten: Globuli möglichst licht- und wärmegeschützt aufbewahren.
  • Dosierung: Bei akuten Beschwerden häufig (alle 15–30 Minuten), dann seltener, sobald Besserung eintritt.
  • Individuell wählen: Nicht alle Symptome müssen zutreffen – das Gesamtbild entscheidet.
  • Bei schweren Symptomen oder allergischen Reaktionen (z. B. Insektenstich im Rachen, Kreislaufkollaps): Immer sofort ärztliche Hilfe holen.

Die Homöopathie kann ein wertvoller Begleiter durch den Sommer sein – ganz ohne Nebenwirkungen, aber mit spürbarer Wirkung, wenn die Arzneimittel sorgfältig ausgewählt werden. Egal ob Sonnenbrand, Kreislaufprobleme oder Insektenstiche: Ein gut bestücktes Reiseset bringt Sicherheit und Entlastung – und macht die warme Jahreszeit noch unbeschwerter.

Homöopathische Arzneimittel, die beim sommerlichen Grillfest nicht fehlen sollten

Ein lauer Abend, der Duft von Gegrilltem, gute Gesellschaft – und dann passiert’s: Die Mücke sticht, der Bauch rebelliert oder das Bier schlägt aufs Gemüt. Zum Glück gibt es homöopathische Arzneimittel, die auch beim Grillfest schnell und sanft helfen können. Was in keiner Sommerapotheke fehlen sollte.

Sommerzeit ist Grillzeit. Ob im eigenen Garten, am See oder im Park – sobald der Duft von Würsteln, Gemüse-Spießen und Marinade durch die Luft zieht, ist die Stimmung entspannt. Doch neben der Gemütlichkeit können auch typische Beschwerden auftreten: von Mückenstichen bis Verdauungsproblemen, von Sonnenbrand bis Hitzekoller.
Mit der passenden homöopathischen Hausapotheke lässt sich vieles sofort lindern – ganz ohne chemische Keule. Hier die wichtigsten Arzneimittel für einen gelungenen Grillabend:

Verdauungsbeschwerden nach dem Grillteller

Nux vomica (Strychnos nux vomica)
Das klassische Arzneimittel nach zu fettem Essen, zu viel Alkohol oder zu später Mahlzeit. Besonders hilfreich bei Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit, Gereiztheit oder morgendlicher Katerstimmung.
Typisch: Bauchspannung, Verlangen nach Ruhe, Reizbarkeit, Gefühl „ich habe zu viel gegessen“, aber trotzdem Appetit.

Carbo vegetabilis
Hilft bei Blähungen, starkem Aufstoßen, Atemnot nach dem Essen („ich muss die Hose öffnen“) – besonders nach gegrilltem Fleisch oder kohlensäurehaltigen Getränken.
Typisch: Völlegefühl mit Schwäche, Aufstoßen, Wunsch nach frischer Luft, kalte Gliedmaßen nach dem Essen.

Lycopodium
Besonders angezeigt bei Beschwerden durch Hülsenfrüchte, Kraut oder Eiweiß. Auch bei Appetit auf Süßes, aber schnellem Sattwerden.
Typisch: Blähbauch, spätnachmittägliche Verschlechterung, Unverträglichkeit von Zwiebel, Kraut, Bier.

Insektenstiche & Sonnenhitze – gut geschützt durch den Abend

Ledum palustre
Bei Mücken- oder Gelsenstichen, Zeckenbissen oder kleinen Einstichen mit Schwellung, Kältegefühl und bläulicher Verfärbung. Besserung durch Kälte – klassisch nach dem Picknick im hohen Gras.
Typisch: bläuliche Schwellung, Einstich kalt und taub, auch vorbeugend bei Zeckenbiss.

Apis mellifica
Bei stark geschwollenen, heißen, stechenden Stichen – z. B. von Wespen oder Bienen. Linderung durch Kühlung, Verschlechterung durch Wärme.
Typisch: Schwellung, Rötung, Stechen, Brennen – fast wie „brennendes Wasser“ unter der Haut.

Belladonna
Plötzlicher Sonnenstich oder Hitzekollaps mit heißem Kopf, rotem Gesicht, pulsierenden Kopfschmerzen – typischerweise nach zu langem Sonnenbad.
Typisch: pochende Schmerzen, Lichtempfindlichkeit, Hitzegefühl, schnelle Reaktion auf das Mittel.

Wenn die Stimmung kippt – emotional & alkoholisch

Ignatia amara (Strychnos Ignatii)
Bei innerer Anspannung, plötzlichem Rückzug oder Verstimmung, z. B. nach einem kleinen Streit oder enttäuschter Erwartung – auch im sozialen Umfeld eines Grillabends möglich.
Typisch: Seufzen, Stimmungsschwankungen, Kloß im Hals, Bedürfnis nach Alleinsein.

Bryonia alba
Hilft bei Kopfschmerzen nach Sonne oder Alkohol, mit Verschlechterung durch Bewegung. Betroffene möchten in Ruhe gelassen werden.
Typisch: „Kater-Kopfschmerz“, pochend, verschlechtert durch Licht und Geräusche, großer Durst auf kalte Getränke.

Erste Hilfe bei kleinen Verbrennungen oder Grillunfällen

Cantharis (Lytta vesicatoria)
Das Mittel der Wahl bei leichten Verbrennungen, wenn die Haut stark brennt, gerötet oder Blasen bildet. Auch bei Kontakt mit heißem Grillrost oder Fett.
Typisch: Brennschmerz, Hitzegefühl, Blasenbildung, große Empfindlichkeit der Haut.

Arnica montana
Zur akuten Verletzungsbehandlung – z. B. wenn jemand stolpert, sich stößt oder beim Grillen gegen den Tisch läuft. Auch bei Muskelkater nach Aufbauarbeiten oder Sport vor dem Grillfest.
Typisch: Prellung, Schwellung, Schmerz durch Druck, Wunsch nach „in Ruhe gelassen werden“.

Wir wünschen viele schöne und ausgelassene Grillfeste

Grillabende gehören zu den schönsten Seiten des Sommers – kleine Beschwerden müssen sie nicht trüben. Mit einer gut bestückten homöopathischen Haus- oder Reiseapotheke bist Du bestens vorbereitet. Die Arzneimittel sind schnell zur Hand, gut verträglich und individuell anwendbar – und machen auch die lauen Abende noch entspannter.

WHO-Strategie zur traditionellen Medizin verabschiedet: Ein globaler Meilenstein für die Komplementärmedizin

Die 78. Weltgesundheitsversammlung hat einen historischen Beschluss gefasst: Die neue WHO-Strategie für traditionelle, komplementäre und integrative Medizin (TCIM) wurde verabschiedet und stellt damit die Weichen für die nächsten zehn Jahre. Auch die Homöopathie profitiert von diesem wichtigen Schritt – denn es geht um die wissenschaftlich fundierte Integration bewährter Heilmethoden in moderne Gesundheitssysteme.

Integration statt Ausgrenzung

Vom 19. bis 27. Mai 2025 stand die traditionelle Medizin im Zentrum der Debatten auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf. Der Höhepunkt: Am 26. Mai einigten sich die Mitgliedstaaten einstimmig auf die neue WHO Global Traditional Medicine Strategy 2025–2034. Ziel ist es, traditionelle, komplementäre und integrative Medizin weltweit evidenzbasiert, sicher und reguliert in Gesundheitssysteme zu integrieren – dort, wo es sinnvoll und möglich ist.

Die neue Strategie betont:

  • den Aufbau einer soliden wissenschaftlichen Evidenzbasis,
  • klare Regularien für Qualität und Sicherheit,
  • die Förderung integrativer Versorgungsmodelle und
  • die Anerkennung der Rechte indigener Völker und ihrer Heilwissenstraditionen – im Einklang mit Nachhaltigkeit und Biodiversität.

Ein globales Bekenntnis zur Zusammenarbeit

Der Strategie ging ein zweijähriger, intensiver Konsultationsprozess mit über 1200 Stellungnahmen voraus – von Regierungen, WHO-Gremien, Wissenschaftler:innen, indigenen Vertreter:innen bis hin zu NGOs. Alle 47 Wortmeldungen bei der WHA78 fielen positiv aus, ebenso wie vier Beiträge nichtstaatlicher Akteure.

Zahlreiche Side-Events während der Versammlung unterstrichen das weltweite Interesse. Besonders hervorzuheben: Der hochrangige Austausch am 20. Mai zur Umsetzung der Strategie mit Vertretungen aus China, Malaysia, Nepal, Saudi-Arabien und den Seychellen – sowie ein zweites Event am 23. Mai, veranstaltet von Indien und der Gruppe der Freunde der traditionellen Medizin (GFTM), an dem über 250 Delegierte teilnahmen.
Auch der Privatsektor signalisiert Unterstützung: In einer Podiumsdiskussion diskutierten Gesundheitsminister und Vertreter von Unternehmen wie Dabur India über nachhaltige Finanzierungsmodelle, Regulierungslücken und ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz zur Weiterentwicklung traditioneller Heilverfahren.

Mehr Sichtbarkeit, mehr Daten, mehr Forschung

Ein weiterer Meilenstein war die Vorstellung der neuen WHO-TCIM-Dashboards am 21. Mai 2025. Sie ermöglichen erstmals eine dynamische, globale Übersicht über den Stand traditioneller und komplementärer Medizin – auf Länder- und Weltebene. Auch die indische Regierung setzt ein starkes Zeichen: Mit einem 3-Millionen-Dollar-Abkommen zur Aufnahme von Ayurveda, Siddha und Unani in die Internationale Klassifikation der Gesundheitsinterventionen (ICHI).

Ausblick: Der nächste Gipfel in Delhi

Vom 2. bis 4. Dezember 2025 findet in Neu-Delhi der zweite WHO Global Traditional Medicine Summit statt – gemeinsam organisiert mit der indischen Regierung. Er soll als Plattform für Austausch, Evidenz und gemeinsame Umsetzung der Strategie dienen.

Warum das ein Durchbruch ist – auch für die Homöopathie

Mit dieser Strategie anerkennt die WHO nicht nur den Wert traditioneller Heilmethoden, sondern auch ihre Rolle in der zukünftigen Gestaltung globaler Gesundheit. Für die Homöopathie und die gesamte Komplementärmedizin ist das ein wichtiger Etappensieg. Denn in Zeiten, in denen Gesundheitssysteme unter enormem Kostendruck stehen, braucht es alle bewährten, sicheren und wirksamen Ansätze – nebeneinander und miteinander, nicht gegeneinander.
Was jetzt zählt, ist der Wille zur Zusammenarbeit. Der Paradigmenwechsel hin zu einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit hat begonnen – evidenzbasiert, reguliert, integrativ. Für die Patient:innen, für ein überlebensfähiges Gesundheitssystem und für die Zukunft von Gesundheit für alle.

Schluss mit Schnarchen? Wie Homöopathie unterstützend helfen kann

Lautes Schnarchen ist nicht nur störend – für Sie oder Ihren Partner –, sondern kann auch auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Viele Betroffene versuchen zunächst, mit einfachen Maßnahmen Abhilfe zu schaffen, wie der Umstellung auf eine Seitenlage beim Schlafen oder einer Gewichtsreduktion.

Wichtig ist auch eine Lifestylemodifikation: abends geringe Nahrungsaufnahme, Alkoholreduktion sowie Nikotinkarenz. Hin und wieder werden Operationen, wie Verkleinerung des Gaumenzäpfchens empfohlen. Doch hier muss man leider sagen: Der Erfolg ist üblicherweise recht gering.

Manchmal reichen all diese Massnahmen nicht aus, und die Suche nach sanften, ergänzenden Behandlungen wird relevant. Eine mögliche Unterstützung: Homöopathie. Sie verspricht keine Wunder, kann aber dabei helfen, das Schnarchen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern – besonders in Kombination mit Veränderungen des Lebensstils.

Schnarchen: Mehr als nur ein nächtliches Geräusch

Schnarchen entsteht, wenn die Luft beim Einatmen durch verengte Atemwege strömt und Gewebe im Halsbereich in Schwingung gerät. Häufige Ursachen sind Übergewicht, Schwangerschaft oder genetische Veranlagungen wie vergrößerte Mandeln oder ein verlängertes Zäpfchen. Aber auch äußere Faktoren wie Alkohol, Rauchen oder bestimmte Medikamente können das Problem verstärken, da sie die Muskeln im Halsbereich entspannen.

Wenn Schnarchen ein Alarmsignal wird

Zu beachten gilt: Schnarchen ist nicht immer harmlos. Begleitende Symptome wie Atemaussetzer, übermäßige Tagesmüdigkeit oder morgendliche Kopfschmerzen können auf eine Schlafapnoe hindeuten – eine ernstzunehmende Erkrankung, die ärztlich abgeklärt werden sollte.

Homöopathie als ergänzende Hilfe

Homöopathische Arzneimittel bieten keine „Heilung“, können aber unterstützend wirken. Viele dieser Homöopathika zielen darauf ab, Schleim zu lösen, Schwellungen im Rachen- und Nasenbereich zu reduzieren und die Atmung zu erleichtern.

Folgende Arzneimittel haben sich bei Schnarchen als nützlich erwiesen:

  • Lemna minor: Unterstützt bei verstopfter Nase und vergrößerten Nasenmuscheln.
  • Antimon tartaricum (Kalium stibyltartaricum) zunehmende allgemeine Schwäche bei länger anhaltenden Erkrankungen der Atemwege mit Husten.
  • Teucrium marum: Besonders geeignet bei Schnarchen durch Schleimhautpolypen oder chronischem Schnupfen.
  • Calcarea carbonica: Hilfreich bei Schnarchen aufgrund von Nasenpolypen und entzündeter Schleimhaut. Häufig angezeigt bei leicht schwitzenden und zum Übergewicht neigenden Jugendlichen.

Integrativmedizinisch zu denken lohnt sich!

Da die Ursachen für Schnarchen sehr unterschiedlich sind, ist es ratsam, sich von einem homöopathisch arbeitenden Arzt oder einer Ärztin beraten zu lassen. Diese können individuell auf Ihre Bedürfnisse eingehen und das passende Arzneimittel auswählen. Meist ist ein konstitutionelles Arzneimittel erforderlich. Dies bedingt eine ausführliche Anamnese sowie eine längere, mitunter monatelange Behandlung.

Schnarchen betrifft nicht nur Ihre Nächte, sondern auch Ihren Alltag – und das Ihres Umfelds. Während einfache Maßnahmen wie ein gesünderer Lebensstil oft erste Erfolge bringen, kann es sich lohnen, auch komplementärmedizinische Ansätze wie die Homöopathie in Betracht zu ziehen. Der Austausch mit einem Experten hilft Ihnen, die richtige Unterstützung zu finden und langfristig erholsamen Schlaf zu wiederzuerlangen.

Dr. Peithner-Preis 2024: Studienleiter Michael Takacs für Long- Covid-Studie ausgezeichnet

Studienleiter Dr. Michael Takacs wurde gemeinsam mit seinen Co-Autoren Dr. Petra Weiermayer und Dr. Michael Frass für die hervorragende Studie „Use of Homeopathy in Patients Suffering from Long COVID-19 (LONGCOVIHOM): A Case Series“ ausgezeichnet.

Preisverleihung durch Schwabe und ÖGHM

Der mit 3000 € dotierte Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wird jährlich von der Schwabe Austria GmbH vergeben, um die Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie zu fördern. Die eingereichten Arbeiten werden von einer Fachjury bewertet. Diese setzt sich aus dem Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) und der Geschäftsleitung der Schwabe Austria GmbH zusammen.

Im letzten Jahr konnte das Forschungsteam rund um Dr. Michael Takacs mit der Fallserie zu
homöopathischen Behandlungsmöglichkeiten von Long-Covid die Jury überzeugen.

Dr. Peithner Preis 2024 für Forschung zu Long Covid

Die feierliche Preisverleihung durch den Geschäftsführer der Schwabe Austria GmbH, Dr. Fritz Gamerith und die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin, Dr. Susanne Diez fand am 6. April 2025 statt. Im Rahmen des Homöopathischen Frühlingsfestes der ÖGHM in Wien Döbling präsentierte Dr. Takacs die Studie und stellte sie detailliert vor.

Die Ergebnisse der Studie sind beeindruckend: 93,3 % der behandelten Patient:innen
berichteten nach einer individualisierten homöopathischen Behandlung über eine rasche
Verbesserung oder sogar eine vollständige Heilung ihrer Long-COVID-Symptome.
Preisgeld soll für Forschungszwecke gespendet werden Dr. Michael Takacs betont in seinem Vortrag die Relevanz der Forschung für die Homöopathie.Das Preisgeld soll größtenteils gespendet werden, sodass weitere Forschungen, Publikationen, Projekte und Initiativen für die Homöopathie einfacher realisiert werden können.

Die Studie:

Takacs M, Frass M, Pohl-Schickinger A, Fibert P, Lechleitner P, Oberbaum M, Leisser I, Panhofer P, Chandak K, Weiermayer P.

Use of Homeopathy in Patients Suffering from Long COVID-19  (LONGCOVIHOM):

A Case Series. OBM Integrative and Complementary Medicine 2024; 9(3):  045; doi:10.21926/obm.icm.2403045.

Der Dr. Peithner-Preis

Der Dr. Peithner Preis für Homöopathieforschung wurde 2003 von der Dr. Peithner KG gegründet, um die österreichische Forschung in diesem Bereich zu fördern. Seit 2009 ist die Dr. Peithner KG Teil der Unternehmensgruppe Schwabe, der Dr. Peithner-Preis wird seither von der Schwabe Austria GmbH vergeben. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit 3.000 Euro dotiert.

Die ÖGHM – Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) ist die größte und älteste Vereinigung homöopathischer Ärzte und Ärztinnen in Österreich. Ihre Hauptziele umfassen die qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung nach europäischem Standard und die Vertretung der Homöopathie gegenüber der Öffentlichkeit, Medien und Politik.
Die ÖGHM unterstützt zudem die Vernetzung von Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen, um den Austausch von Wissen im Bereich der Homöopathie und die Zusammenarbeit zu fördern.

Rhus toxicodendron – Der homöopathische Allrounder für Bewegung und Haut

Rhus toxicodendron ist ein beeindruckendes Arzneimittel für Beschwerden, bei denen Bewegung, Wärme und Zeit eine Schlüsselrolle spielen. Es bietet sanfte Unterstützung bei akuten und chronischen Problemen – immer angepasst an die individuellen Symptome.

Die Giftefeu-Pflanze, auch bekannt als Rhus toxicodendron, ist eine der bekanntesten Pflanzen in der Homöopathie. Während ihr Milchsaft bei Berührung oft schwere Hautreizungen und Bläschen hervorruft, wird sie in potenzierter Form für eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt – von rheumatischen Schmerzen bis hin zu Hauterkrankungen wie Herpes oder Windpocken.

Rhus toxicodendron: Vom Gift zum homöopathischen Helfer

Die Giftefeu-Pflanze, auch unter dem Synoym „poison ivy“ bekannt (wissenschaftlicher Name Rhus toxicodendron), hat ihren Namen aufgrund ihrer stark hautreizenden Eigenschaften erhalten. Bereits bei geringstem Hautkontakt, insbesondere nachts, können ihre Blätter bei empfindlichen Personen heftige Reaktionen auslösen. Dazu zählen juckende Bläschenausschläge, Fieber und Schmerzen in den Gelenken. Diese Wirkungen deuten auf die Anwendungsbereiche der Pflanze in der Homöopathie hin, wo sie gezielt bei Beschwerden des Bewegungsapparats, Hautproblemen sowie fieberhaften Erkrankungen wie Erkältungen und Grippe eingesetzt wird.

Wissenswertes über Rhus toxicodendron

Botanische Beschreibung

Rhus toxicodendron ist eine Pflanze aus der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae), die je nach Standort als Strauch (bis zu einem Meter hoch) oder als Kletterpflanze mit Luftwurzeln vorkommt. Die kletternde Form wird zumeist als eigenständige Art (Rhus radicans) klassifiziert und kommt ebenfalls als homöopathische Arznei zum Einsatz. Der umgangssprachliche Name „Giftefeu“ stammt von der optischen Ähnlichkeit, hat aber nichts mit der botanischen Familienzugehörigkeit zu tun.

Merkmale:

  • Blätter: Dreiteilig mit einem Blattstiel von 8 bis 14 cm Länge. Das mittlere Blättchen ist gestielt, die seitlichen sitzen direkt an und haben eine asymmetrische Basis. Sie enthalten Urushiol, das bei Kontakt der Blätter mit der Haut allergische Reaktionen auslösen kann.
  • Blüten: Kleine, weißlich-grüne Blüten wachsen in Rispen aus den Blattachseln.
  • Früchte: Die Steinfrüchte sind gelblich, rund und haben einen Durchmesser von 4 bis 8 mm.

Lebensraum und Verbreitung

Die Pflanze kommt in Kanada, den östlichen USA, Mexiko sowie Nordostasien vor. Sie bevorzugt unterschiedliche Standorte:

  • Im Norden: Trockene Wälder und steinige Gebiete.
  • Im Süden: Feuchte Gebiete wie Flussauen oder sandige Küstendünen.
  • Im Westen: Canyons und Schluchten mit nährstoffreichen Böden.
Bild: Prof. Dr. Thomé’s Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz

Von der Natur zur Homöopathie

In der Homöopathie wird Rhus toxicodendron aus den frischen Blättern gewonnen, die kurz vor der Blütezeit bei Sonnenuntergang geerntet werden. Durch die Verarbeitung entsteht ein vielseitiges Heilmittel, das besonders bei Hautproblemen, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie nach Überanstrengung oder Kälteexposition Anwendung findet.

Typisch sind bei PatientInnen, die Rhus toxicodendron benötigen können, folgende Merkmale:

  • Sie fühlen sich morgens nach Ruhephasen steif und schmerzhaft.
  • Zu Beginn noch schmerzhaft, „Anlaufschmerz“, verschafft fortgesetzte Bewegung Linderung, während Kälte und Feuchtigkeit die Beschwerden auslösen bzw. verschlechtern.
  • Große Ruhelosigkeit vor allem nachts mit ständigem Lagewechsel
  • Stark juckende Bläschenausschläge
  • Auch emotional neigen sie zu „Steifheit“ und wirken oft kühl oder distanziert.

Ein Blick in die klassische Homöopathie

Homöopathie-Pionier Dr. E. B. Nash beschreibt Rhus-t. als eines der „bewegungsfördernden“ Mittel schlechthin. Ob bei fieberhaften Erkrankungen oder chronischen Leiden: Die charakteristische Kombination aus Steifheit, Ruhelosigkeit und Besserung durch Bewegung macht Rhus-t. unverwechselbar.

Hauptanwendungsbereiche von Rhus toxicodendron

Bewegungsapparat

  • Hexenschuss und Ischias: Besonders nach Überanstrengung oder Heben schwerer Lasten.
  • Verstauchungen und Zerrungen: Hilfreich bei Verletzungen von Muskeln, Sehnen oder Bändern.
  • Rheumatische Beschwerden: Schmerzen und Steifheit, die sich durch sanfte, fortgesetzte Bewegung bessern.

Hauterkrankungen

Das Mittel wird häufig bei Bläschenausschlägen eingesetzt, wie:

  • Feuchtblattern und Gürtelrose: Besonders bei brennenden, juckenden Hautausschlägen.
  • Fieberblasen (Herpes): Wenn die Beschwerden durch Wärme gelindert werden.
  • Ekzeme und Nesselfieber: Bei starkem Juckreiz, der durch Kratzen nicht verschwindet.

Fieber und Infektionen

Rhus-t. wird auch bei fieberhaften Erkrankungen wie Grippe oder Erkältungen eingesetzt, wenn typische Symptome auftreten:

  • Muskelschmerzen und Gliederschmerzen mit Bewegungsdrang.
  • Benommenheit oder leichter Deliriumszustand.
  • Fieberblasen oder trockener Husten, der durch kalte Luft verschlimmert wird.

Das Arzneimittelbild von Rhus toxicodendron

Besonderheiten und Modalitäten

Auslöser sind Folge von Kälte und Durchnässung, körperliche Überanstrengung wie Überheben, aber auch Verletzungen (wie Zerrung oder Verrenkung)

  • Besser: Durch Bewegung (nach anfänglicher Verschlechterung), Wärme, heiße Umschläge oder ein warmes Bad.
  • Schlechter: Durch Kälte, Zugluft, feuchte Witterung, langes Sitzen oder Liegen.

Wirkt bevorzugt auf:

Muskeln, Sehnen, Bänder, Haut, Schleimhäute und das zentrale Nervensystem.

Typische Symptome

  • Schmerzen, die sich „wie verrenkt“ oder „ziehend-reißend“ anfühlen.
  • Knacken und Steifheit in Gelenken.
  • Rote, dreieckige Zungenspitze.
  • Große Ruhelosigkeit – Betroffene „tigern“ auf und ab, um die Schmerzen zu lindern.

Emotionale Eigenschaften

Oft verschlossen und kühl, reizbar und ängstlich, mit einem Hang zu festen Ideen oder Aberglauben.

Für die Haus- und Reiseapotheke

Rhus Toxicodendron gehört in jede homöopathische Hausapotheke. Besonders bei akuten Beschwerden, wie nach einem Unfall, bei Erkältungen oder Muskelzerrungen, hat es sich bewährt.

Dosierung und Anwendung

Akute Beschwerden: Alle 1 bis 4 Stunden eine Gabe (Kügelchen oder Tropfen), je nach Schwere der Symptome und Höhe der Potenz der Arznei (je höher, desto seltener). Sobald sich eine Verbesserung zeigt, die Einnahme pausieren.
Wichtig: Bei ausbleibender Wirkung nach drei Gaben, Verschlechterung der Symptome oder bei chronischen Beschwerden einen homöopathisch arbeitenden Arzt oder eine Ärztin konsultieren.

 

Similia similibus curentur – Wie Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann die Medizin veränderte

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Namentlich ist Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, sehr bekannt. Doch wie kam es dazu? Wer war der Arzt, Apotheker und Chemiker, Wissenschaftler und Pionier; wie lebte er, welche Werke hat er verfasst und wer waren seine Zeitgenossen?

Geboren wurde Christian Friedrich Samuel Hahnemann am 10. April 1755 spätnachts als drittes Kind eines Porzellanmalers in Meißen, im Osten Deutschlands. Er wuchs in unruhigen und schwierigen wirtschaftlichen Zeiten auf (Siebenjähriger Krieg); sein gesamtes Leben war von vielen Umzügen geprägt.

Hahnemann-Denkmal in Meißen
Hahnemann-Denkmal in Meißen. Bild: CC BY-SA 3.0 de (von Wikipedia)

Die ersten Jahre von den Eltern unterrichtet, wurde er mit 12 in der öffentlichen Lateinschule St. Afra in Meißen aufgenommen, wo er das Glück hatte, von seinem Lehrer aufgrund seiner Wissbegierigkeit und seines Sprachentalentes sehr gefördert zu werden. Dies eröffnete ihm in weiterer Folge, in Leipzig das zweijährige, rein theoretische Medizinstudium zu absolvieren und im Anschluss daran in Wien unter dem Leibarzt Maria Theresias auch erstmals am Patienten lernen zu dürfen.

Hier dürfte Hahnemann das erste Mal Kontakt zu Arzneimittelprüfungen (AMP) gefunden haben. Diese wurden von Dr. Störck bereits mit zahlreichen Pflanzen, wie Belladonna, Pulsatilla etc., in Urtinktur durchgeführt. Dieses Prinzip wendete er auch bei seiner ersten AMP mit China an. Anschließend hatte er die Möglichkeit in Hermannstadt seine Studien zu vertiefen.

Sein Weg führte ihn weiter nach Erlangen, wo er 1779 promovierte. 1781 begann er seine pharmazeutische Ausbildung in Dessau, wo er im Jahr darauf auch seine erste Frau Henriette Küchler heiratete, die ihm elf Kinder gebar. 1785 ging es weiter nach Dresden, wo er unter anderem als Gerichtsmediziner tätig war und immer unzufriedener mit der damaligen Medizin wurde, die von Aderlässen, Abführmitteln, Einläufen und der „Behandlung“ mit hochgiftigen Substanzen wie Quecksilber bei Syphilis geprägt war, die den Patienten oft mehr schadeten als nutzten. Als Ursache für Krankheiten wurden neben Umweltbedingungen und Giften aber ebenso Strafen Gottes und Dämonen verantwortlich gemacht, Antibiotika waren noch lange nicht entdeckt, Dosierungen wurden sehr willkürlich festgelegt, Hygiene war kaum Thema und wissenschaftliches Arbeiten wie genaues Dokumentieren gar nicht an der Tagesordnung.
Frustriert von den zur Verfügung stehenden Therapien entschloss Hahnemann, seinen Arztberuf an den Nagel zu hängen und verdiente seinen Unterhalt nun als Übersetzer vor allem medizinischer Werke.

Der Beginn der Homöopathie

1790 veranlasste ihn eine Abhandlung des schottischen Ärzte William Cullen über die magenstärkende Wirkung der Chinarinde bei Malaria zu seinem berühmten Selbstversuch, der als Geburtsstunde der Homöopathie gilt. Hahnemann, immer schon ein Querdenker und Skeptiker, der Vieles hinterfragte, tat dies auch hier – und nahm als Gesunder 4 Quentchen (16,4g, die damals übliche Standardtherapie) der pulverisierten Rinde ein, woraufhin er malaria-artige Symptome mit Fieber, Herzklopfen, Zittern und Schwäche entwickelte, die nach einigen Stunden wieder abklangen. Dies wiederholte er mit wiederkehrendem Effekt (was dem Vorläufer heutiger moderner Phase II – Studien bei – auch konventionellen – Arzneimitteln entspricht!) und dokumentierte dies genau. Diese Erkenntnisse brachten ihn zum Schluss, dass die Arznei am Gesunden ähnliche Zustände zu erzeugen vermag, die sie am Kranken heilen kann.

Nun begann er, viele weitere, zur damaligen Zeit bekannte Substanzen und Arzneien auf diese Art zu untersuchen und testete auch an seiner eigenen Familie.
Der Tatsache geschuldet, dass seine Tochter fast an der Vergiftung mit Veratrum album, dem weißen Germer, gestorben wäre, begann er, die Substanzen immer weiter zu verdünnen, um so eine wirksame Dosis ohne Giftwirkung zu finden (in Anlehnung unseres modernen Dosisfindungs-Prinzips). Dabei stellte er sicher, dass die Arznei mit dem für die Verdünnung notwendigen Trägerstoff gut vermischt wurde (zumeist Weingeist, dem er die Ausgangssubstanz hinzufügte und gut schüttelte) und machte im Laufe der Versuche die spannende Entdeckung, dass mit jedem Verdünnungs-Vermischungsschritt und Verschüttelung sich die Wirkung verstärkte, schädliche Nebenwirkungen dabei aber abnahmen. So nannte er diese spezielle Herstellungsweise später „Potenzierung“.
Bemerkenswert ist auch, dass Hahnemann als guter Beobachter auch erstmalig psychisch Kranke behandelte, die sonst zur damaligen Zeit einfach weggesperrt wurden.

Similia similbus curentur

So konnte er den Kanzleirat Klockenbring mit Stramonium von seiner schweren Depression heilen und eröffnete 1792 sogar die erste Heilanstalt für psychisch Kranke in Deutschland.
Nach einigen Jahren Forschung formulierte er schließlich 1796 den zentralen Leitsatz der Homöopathie „Similia similbus curentur“- „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“, den Begriff „Homöopathie“ für seine Heilmethode verwendete er 1807 erstmalig.
Um 1800 grassierte eine schwere Scharlachepidemie, in der er sich dank der erfolgreichen Behandlung vieler Kranker (Hauptarznei war Belladonna) einen Namen und seine neue Heilmethode bekannt machte.
Sein erstes und berühmtestes Werk, das „Organon der Heilkunst“ veröffentlichte er 1810 in der ersten von insgesamt 6 Auflagen; 1811 erschien der erste Band seiner „Reinen Arzneimittellehre“.

Seine Jahre in Köthen

In den 10 Jahren in Leipzig (1811-1821) lehrte er seine Methoden an der Universität, habilitierte sich und baute eine Prüfergruppe auf, machte sich mit seiner störrischen und rechthaberischen Art aber nicht nur Freunde, sodass er auch aufgrund seiner Erfolge bei einer Typhusepidemie wegen Selbstdispensierens von Arzneimitteln von einem Apotheker verklagt wurde.
1821 erfolgte sodann der Umzug nach Köthen, wo er bis 1835 vergleichsweise lange praktizierte und sich sehr viel Anerkennung erwarb. Hier entstand auch die Lehre „der chronischen Krankheiten“. Nach einigen erfolgreichen Jahren 1830 verstarb seine Frau Henriette.

In Köthen entstand 1833 auch ein homöopathisches Krankenhaus. 1834 lernte er die junge Patientin Melanie d´Hervilly-Gohier kennen, die extra aus Paris zu ihm gereist war. Die beiden verliebten sich Hals über Kopf und heirateten trotz des großen Altersunterschiedes von 45 Jahren; zogen bald nach der Hochzeit 1835 nach Paris, wo sie eine gemeinsame, schnell berühmte Praxis gründeten, in der Hahnemann bis zu seinem Tod arbeite und dort die Q-Potenzen entwickelte. Die Herstellung und Anwendung schrieb er in der 6. Auflage des Organons nieder. Diese wurde aber erst 1920 entdeckt und damit der homöopathischen Welt zugängig gemacht.

„… ich glaube eifriger als je, an den die Lehren …” – J. W. v. Goethe

Samuel Hahnemann am 30. September 1841 in Paris
Samuel Hahnemann am 30. September 1841 in Paris

In Paris starb er im sehr hohen Alter von 88 im Jahr 1843. Hahnemann lebte in einer sehr turbulenten Zeit: es war die Zeit der Aufklärung, der Romantik und des Rokokos, aber auch die Französische Revolution und die napoleonischen Kriege fanden zu seinen Lebzeiten statt. Berühmte Zeitgenossen waren unter anderem Mozart, Schiller, Goethe, Schubert, Beethoven und Napoleon Bonaparte, um nur einige von ihnen zu nennen.
Auch unter ihnen gab es bereits Befürworter der Homöopathie, die zum Teil sogar Patienten waren. So schrieb Johann Wolfgang von Goethe. „… ich glaube eifriger als je, an die Lehre des wundersamen Arztes, seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde“ und erklärte sich in einem späteren Brief zu einem „Hahnemannischen Schüler“.

Heute finden sich in einigen Städten, in denen Hahnemann gelebt hat, Museen und Gedenkstätten: In seiner Geburtsstadt Meißen wird ein kleines Museum unterhalten und vor allem in Köthen sind die Zeichen seines Werkes sichtbar: sein damaliges Wohnhaus kann als Museum besichtigt werden, zahlreiche Zitate zieren die Fassaden von Wohnhäusern, die größte homöopathische Bibliothek Europas findet sich neben seinem ehemaligen Haus. Auch findet jährlich der Kongress der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie in Köthen statt. Ein Besuch in Köthen und Meißen auf Hahnemanns Spuren lohnt sich also in jedem Fall!

Bild: Barbara Steinbrecher
Bild: Barbara Steinbrecher
Bild: Barbara Steinbrecher
Samuel-Hahnemann-Denkmal am Scott Circle in Washington, D.C., USA – Die lebensgroße Bronzeskulptur und das dazugehörige Mosaik wurden von Charles Henry Niehaus (1855–1935) geschaffen, einem in Ohio geborenen Künstler deutscher Abstammung und Absolventen der Königlichen Akademie in München. Das Denkmal wurde am 21. Juni 1900 eingeweiht und am 21. Juni 2000 vom American Institute of Homeopathy erneut gewürdigt. Bild: dbking - flickr
Samuel-Hahnemann-Denkmal am Scott Circle in Washington, D.C., USA – Die lebensgroße Bronzeskulptur und das dazugehörige Mosaik wurden von Charles Henry Niehaus (1855–1935) geschaffen, einem in Ohio geborenen Künstler deutscher Abstammung und Absolventen der Königlichen Akademie in München. Das Denkmal wurde am 21. Juni 1900 eingeweiht und am 21. Juni 2000 vom American Institute of Homeopathy erneut gewürdigt. Bild: dbking – flickr

Husten im Winter: So schützen Sie sich – und Ihre Mitmenschen

Husten klingt oft harmlos, kann jedoch sowohl für die Betroffenen als auch für deren Umfeld äußerst unangenehm sein. Ob trockener Reizhusten, verschleimter Husten oder kruppartiger Husten – die begleitenden Symptome reichen von gereizten Atemwegen über schmerzende Muskeln bis hin zu Schlafmangel und Reizbarkeit. Doch Husten hat auch eine Schutzfunktion: Er bewahrt unsere Lungen vor Partikeln, Infektionen oder Schleimansammlungen, die sonst zu schweren Krankheiten führen könnten.

Warum wir husten – Ursachen im Überblick

Husten tritt aus verschiedenen Gründen auf, am häufigsten ist der banale Husten , ausgelöst durch Viren. Neben seiner Schutzfunktion kann er als Symptom für ernsthafte Erkrankungen wie Asthma, Herzinsuffizienz oder Mukoviszidose auftreten. Typische Auslöser sind:

  • Infektionen, z. B. bei grippalen Infekten, Influenza, Keuchhusten
  • Allergien oder eingeatmete Reizstoffe wie Rauch und Staub
  • Schleim, der aus der Nase rückwärts in den Rachen rinnt und einen Hustenreiz verursacht,
  • Nebenwirkungen von Medikamenten wie blutdrucksenkenden Mitteln oder NSARs.

Häufig ist Husten jedoch ein Begleitsymptom von Erkältungen. Unabhängig von der Ursache unterscheidet man zwischen trockenem und feuchtem Husten:

  • Trockener Husten: Unproduktiv, irritierend, ohne Auswurf
  • Feuchter Husten: Produktiv, löst Schleimansammlungen in den Atemwegen

Selbsthilfe bei Husten: Praktische Tipps

Eine gesunde Lebensweise unterstützt den Heilungsprozess. Hier einige Tipps:

  • Gesunde Ernährung: Verzichten Sie auf Zucker, der das Immunsystem schwächt.
  • Viel Flüssigkeit: Halten Sie die Schleimhäute feucht, indem Sie regelmäßig Wasser oder Tee trinken.
  • Ruhe: Schlaf und Erholung geben Ihrem Körper Kraft zur Genesung.
  • Körperliche Bewegung, vor allem in frischer Luft
  • Dampfinhalationen und warme Duschen: Diese beruhigen entzündete Atemwege.
  • Rauch meiden: Zigarettenrauch zerstört die winzigen Flimmerhärchen, die Schleim aus der Lunge befördern.

Hausmittel für Husten – einfach, aber effektiv

Schwarzer Pfeffer und Honig: Pfeffer kann Husten auslösen und paradoxerweise lindern. Mischen Sie eine Prise Pfeffer mit Honig und nehmen Sie die Mischung löffelweise ein.
Dunkle Schokolade (hoher Kakaogehalt): Der Wirkstoff Theobromin unterdrückt Husten ähnlich wie herkömmliche Medikamente, jedoch ohne deren Nebenwirkungen. 50–100 g dunkle Schokolade reichen aus, um Linderung zu verschaffen.

Pflanzliche Hustenmittel

  • Pelargonium sidoides
  • Thymian, Efeu
  • Eibisch
  • Isländisch Moos

Tee trinken gegen Husten

Folgende Teemischungen sind zu empfehlen:

Trockener Husten:

  • Spitzwegerich 20,0 g
  • Eibischblatt 15,0 g
  • Eibischwurzel 45,0 g
  • Isländische Flechte 15,0 g
  • Malvenblüten 5,0 g

Zum Lösen von Hustenkrämpfen:

  • Sonnentaukraut 50,0 g
  • Thymian 50,0 g

Bronchialtee bei Verschleimung:

  • Süßholzwurzel 30,0 g
  • Thymian 30,o g
  • Fenchel 20,0 g
  • Spitzwegerichblatt 20,0

In ein Häferl von ¼ l einen gehäuften Teelöffel dieser Teemischung hineingeben und mit heißem Wasser überbrühen. 7-10 Minuten ziehen lassen. 1-2x pro Tag diese Zubereitung trinken.

Konventionelle Behandlung – Chancen und Risiken

Konventionelle Hustenmittel beruhen oft auf dem Prinzip der Symptombehandlung:

  • Hustenstiller: Wie Pentoxyverincitrat oder Dextromethorphan unterdrücken den Hustenreiz bei trockenem Husten. Mögliche Nebenwirkungen sind Schwindel, Übelkeit oder Nervosität.
  • Schleimlöser: Wie Acetylcystein, Ambroxol, Bromhexin oder Guaifenesin helfen bei feuchtem Husten. Vorsicht bei empfindlichem Magen oder bestehenden Erkrankungen.
    Warnung bei Kindern: Seit 2008 raten Experten, Hustenmittel nicht an Kinder unter 2 Jahren zu geben. Ältere Kinder sollten sie nur in enger Abstimmung mit einem Arzt einnehmen.

Homöopathie: Effektive Hilfe bei Husten

Homöopathische Arzneimittel können Husten lindern und den Heilungsprozess fördern. Studien zeigen, dass sie bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen oder Bronchitis effektiv wirken. Besonders Eltern profitieren, da homöopathisch behandelte Kinder seltener Antibiotika benötigen und schneller genesen, sowie seltener an Infekten erkranken.

Einige homöopathische Arzneimittel gegen Husten

Hier finden Sie eine Übersicht der homöopathischen Arzneimittel, die häufig zur Behandlung verschiedener Hustenarten verwendet werden. Jede Beschreibung enthält spezifische Symptome, Modalitäten und typische Anwendungsbereiche. Diese homöopathischen Arzneimittel bieten eine breite Palette von Lösungen für akuten Husten. Sollte die Hustensymptomatik sehr ausgeprägt sein (schmerzhaft, Fieber, Schwäche, Übelkeit etc.) ist unbedingt eine medizinische Untersuchung erforderlich. Ebenso wenn ein Husten länger als 2 Wochen anhält.

1. Aconitum napellus (Acon.)

  • Typischer Husten: Plötzlich einsetzender, trockener und erstickender Husten, oft nach Exposition gegenüber kaltem, trockenem Wind oder Unterkühlung.
  • Begleiterscheinungen: Unruhe, Fieber und oft eine erschrockene, ängstliche Stimmung.
  • Modalitäten: Verschlechterung durch kalten Wind, nachts und bei Bewegung.
  • Anwendung: Besonders in der frühen Phase von Erkältungen oder Krupphusten geeignet.

2. Belladonna (Bell.)

  • Typischer Husten: Plötzlich einsetzender, trockener, aggressiver Husten mit einem kratzenden oder brennenden Gefühl im Hals. Krampfartiger Husten.
  • Begleiterscheinungen: Hohes Fieber, gerötetes Gesicht, geschwollene Drüsen, Heiserkeit. Schweißausbrüchen.
  • Modalitäten: Verkühlung, bei Berührung und durch Bewegung.
  • Anwendung: Bei Husten mit hohem Fieber und entzündlichen Zuständen.

3. Antimonium tartaricum (Ant-t.)

  • Typischer Husten: Rasselnder, verschleimter Husten mit wenig Auswurf. Der Patient hat das Gefühl zu ersticken und muss aufrecht sitzen, um besser atmen zu können. Typisch ist der langwierige Verlauf mit zunehmender Schwäche. Vorsicht: Lungenentzündung! Undedingt medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
  • Begleiterscheinungen: Bläuliche Lippen, Schweißausbrüche, Schwächegefühl.
  • Modalitäten: Verschlechterung durch Liegen, Wärme und Bewegung.

4. Bryonia alba (Bry.)

Typischer Husten: Trockener, harter, schmerzhafter Husten, bei dem der Patient die Brust hält, um die Schmerzen zu lindern.
Begleiterscheinungen: Reizbarkeit, Durst auf große Mengen kaltes Wasser, Verlangen nach Ruhe.
Modalitäten: Verschlechterung durch Bewegung, Sprechen, Essen und kalten Wind.
Anwendung: Besonders bei Erkältungen, die langsam beginnen und Brustschmerzen verursachen.

5. Drosera (Dros.)

  • Typischer Husten: Spastisch, bis zum Würgen oder Erbrechen, mit tiefem Husten aus der Brust.
  • Begleiterscheinungen: Atemnot, Erstickungsgefühle, Hustenanfälle, die den Schlaf unterbrechen.
  • Modalitäten: Verschlechterung beim Hinlegen, durch Wärme.
  • Anwendung: Besonders bei Keuchhusten und spastischen Hustenanfällen.

6. Ferrum phosphoricum (Ferr-p.)

  • Typischer Husten: Kurz, schmerzhaft, mit einer Neigung zu Fieber und entzündlichen Symptomen.
  • Begleiterscheinungen: Rötliches Gesicht, Schwäche, Halsschmerzen.
  • Modalitäten: Verschlechterung nachts und durch kalte Luft.
  • Anwendung: In den frühen Stadien von Erkältungen, besonders bei Kindern.

7. Hepar sulphuricum (Hepar.)

  • Typischer Husten: Kruppartiger Husten, der durch kalte Luft ausgelöst wird, mit einer Neigung zu Ersticken.
  • Begleiterscheinungen: Gereiztheit, Überempfindlichkeit gegenüber Kälte, besser durch Wärme.
  • Modalitäten: Verschlechterung durch kalte Luft oder Berührung und gegen Morgen.
  • Anwendung: Besonders bei Kindern mit Krupphusten.

8. Rumex crispus

  • Typischer Husten: Anhaltender Husten, hervorgerufen durch Kitzeln in der Halsgrube
  • Begleiterscheinungen: Morgendlicher Durchfall, reichliche Schleimabsonderungen
  • Modalitäten: Verschlechterung: Enatmen kalter Luft – bedeckt den Mund mit der Hand oder mit einem Tuch. Besser durch Wärme

9. Ipecacuanha (Ip.)

  • Typischer Husten: Rasselnd, erstickend, oft begleitet von Würgen oder Erbrechen.
  • Begleiterscheinungen: Übelkeit, bläuliche Lippen, Atemnot.
  • Modalitäten: Verschlechterung bei feuchtem Wetter, durch Liegen und Ärger oder Aufregung
  • Anwendung: Besonders bei heftigem Husten mit Übelkeit und Schleimbildung.

10. Phosphorus (Phos.)

  • Typischer Husten: Erschöpfender, trockener Husten, oft mit Brustschmerzen und Heiserkeit.
  • Begleiterscheinungen: Kälteempfindlichkeit, Durst auf kalte Getränke.
  • Modalitäten: Verschlechterung durch Lachen, Sprechen, Temperaturwechsel.
  • Anwendung: Besonders bei trockenem Husten mit Erschöpfung.

11. Pulsatilla pratensis (Puls.)

  • Typischer Husten: Trocken in der Nacht, feucht am Morgen, mit gelblichem Auswurf.
  • Begleiterscheinungen: Empfindlichkeit, Weinerlichkeit, Verlangen nach frischer Luft.
  • Modalitäten: Verschlechterung nachts und in warmen Räumen.
  • Anwendung: Besonders bei Kindern und sensiblen Menschen.

Studie zur Wirksamkeit von Homöopathie bei Lungenkrebs bestätigt

Eine Studie eines Teams um Universitätsprofessor Doktor Michael Frass hat den Nachweis erbracht, dass eine homöopathische Zusatzbehandlung bei Lungenkrebs positive Effekte hat. Sie wurde 2020 veröffentlicht, aber zwei Jahre später wie so oft von „Skeptikern“ angegriffen. Daraufhin haben die Forschenden detailliert Stellung genommen. Als Resultat hat die Fachzeitschrift „The Oncologist“ zuletzt klargestellt, dass der Artikel wissenschaftlich korrekt ist und veröffentlicht bleibt.
Es handelt sich um eine randomisierte placebo-kontrollierte (RCT) Studie, in der das Forscherteam nachgewiesen hat, dass eine homöopathische Behandlung als Zusatztherapie die Lebensqualität verbessern und das Überleben bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs verlängern kann. Im Jahr 2020 erfolgte mit einem Artikel in der Fachzeitschrift „The Oncologist“ die wissenschaftliche Publikation.

Zwei Jahre später haben fanatische Gegner der Homöopathie die Studie ins Visier genommen, bösartige Vorwürfe getrommelt und die Rückziehung gefordert. Obwohl die Vorwürfe wie meist bei diesen Attacken spekulativ und unfundiert waren, erarbeiteten die Forschenden eine ausführliche Stellungnahme. Die dargelegten Fakten haben sämtliche Kritik Punkt für Punkt widerlegt.

Daraufhin bestätigte die Fachzeitschrift „The Oncologist“ zuletzt, dass der 2020 erschienene Artikel wissenschaftlich korrekt ist und aufrecht bleibt.

Es zeigt sich ein weiteres Mal, dass wissenschaftliche Evidenz die Wirksamkeit von Homöopathie untermauert, auch wenn Gegner der Komplementärmedizin kein Interesse haben, es zur Kenntnis zu nehmen und, wie gezeigt, unwissenschaftlich argumentieren.

Die Studie: Frass M, et al. Homeopathic Treatment as an Add-On Therapy May Improve Quality of Life and Prolong Survival in Patients with Non-Small Cell Lung Cancer: A Prospective, Randomized, Placebo-Controlled, Double-Blind, Three-Arm, Multicenter Study. Oncologist 2020;25(12):e1930-e1955. doi: 10.1002/onco.13548. Clarification and Explanation in: Oncologist 2024;29(11):e1631-e1632. doi: 10.1093/oncolo/oyae253.