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Portraits homöopathischer Arzneimittel

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Buchtipp: Portraits homöopathischer ArzneimittelCathrine R. Coulter

Haug Verlag

Diese ausgesprochen gut lesbaren Bücher vermitteln in erzählerischer Weise besonders die psychischen Eigenheiten einiger großer Arzneimittel.

Band 1: Phosphor, Calcium carbonicum, Lycopodium, Sepia, Sulfur, Pulsatilla, Arsenicum album, Lachesis und Natrium muriaticum. ISBN: 978-3-830402-19-0 Band 2: Ignatia, Psorinum, Medorrhinum, Tuberkulinum, Syphilinum, Carcinosinum und Staphisagria. ISBN: 978-3-830471-97-4 Band 3: Aurum metallicum, Thuja, Causticum und Graphites. ISBN-13: 978-3-830470-63-2

Buch erhältlich bei: thieme.de

Winterblues: Depressive Verstimmung homöopathisch lindern

Wenn’s draußen kalt, feucht und ungemütlich wirkt, sinkt oft die Stimmung in den Keller. Schlechte Laune ist jedoch kein unabdingbares Schicksal. Die homöopathische Medizin bietet diverse Arzneien, um den Winter ohne Blues zu überstehen.

Mehr als 200.000 ÖsterreicherInnen leiden an einer regelmäßig in der dunkleren Jahreszeit wiederkehrenden Herbst-Winter-Depression. Das ist das Ergebnis einer epidemiologischen Studie an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien. Die Ursachen dieser Regelmäßigkeit sind bisher ungenügend erforscht. Immer mehr bestätigt sich der Verdacht, dass die Herbst-Winter-Depression aufgrund von Lichtmangel entsteht.

Erschöpfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit – die typischen Winter Symtome

Lichtmangel hat Auswirkungen auf unser Hormonsystem: Nämlich Melatonin-Überschuss und Kortisol-Mangel. Melatonin ist das Schlafhormon. Sobald der Körper über den Sehnerv und die Zirbeldrüse das Signal für Dunkelheit erhält, beginnt er, Melatonin zu produzieren.

Effekt: Der Mensch wird müde und fällt normalerweise alsbald in einen wohligen, entspannenden Schlummer. Bricht das Tageslicht an, wird die Melatonin-Ausschüttung gedrosselt und Kortisol vermehrt ausgeschüttet: Der Mensch erwacht langsam. Steht zu wenig Tageslicht zur Verfügung, läuft die Produktion des Sandmännchenstoffs auf Hochtouren. Antriebsschwäche, Gleichgültigkeit und das „Null-Bock-Syndrom“ sind noch die harmlosesten Folgen. Selbstzweifel, Grübeln über den Sinn des Lebens, innerer Rückzug, Verlust des Interesses an Partnerschaft, Liebe, Sex und Familie können weit schlimmere Konsequenzen mit sich bringen. „Daher ist es umso wichtiger, die Symptome gleich im Ansatz zu bekämpfen“, empfiehlt Dr. Volker Neubauer, Psychotherapeut und homöopathischer Arzt in Wien. Hierbei kann die Homöopathie wertvolle Unterstützung leisten.

Mit Homöopathie gegen den Winter-Blues

„Bei Erschöpfungsgefühlen und Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen hilft das Arzneimittel Anamirta cocculus. Typische Symptome sind körperliche Schwäche, ein langsames Begriffsvermögen und eine ausgeprägte Müdigkeit. Der Betroffene ist erschöpft, traurig und will einfach seine Ruhe“, so Dr. Neubauer.

Ebenfalls wirksam gegen Erschöpfung und allgemeine Müdigkeit mit einem apathischen Gefühl „wie ausgebrannt zu sein“ ist Acidum phosphoricum.

Leidet der Patient unter Stimmungsschwankungen, emotionalen Ausbrüchen, vielen inneren Konflikten und passt die Beschreibung „himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt“, ist Ignatia das richtige Mittel.

Wenn die Grundstimmung traurig ist, der Patient viel klagt und weint und die emotionale Zuwendung deutlich hilft, kann Pulsatilla stimmungsaufhellend wirken.

Wenn der Betroffene sich andererseits sehr in sich zurückzieht, über seine Probleme und Stimmungen nicht sprechen will und sich nur nichts anmerken lassen möchte, können Arzneien wie Natrium chloratum oder Sepia hilfreich sein. „Wichtig ist, das richtige Mittel zu finden, das genau auf die Persönlichkeit und den Zustand des Patienten passt“, sagt Dr. Volker Neubauer. „Diese Mittel findet der Arzt in einer genauen Anamnese heraus, die schon einmal eineinhalb bis zwei Stunden dauern kann.“

Depressive Verstimmung homöopathisch lindern - © Maksym Povozniuk/stock.adobe.com
© Maksym Povozniuk/stock.adobe.com

Homöopathische Komplexmittel

Im Akutfall bieten auch Komplexmittel rasche Besserung, zum Beispiel Ignatia-Homaccord-Tropfen. Sie regulieren Stimmungsschwankungen und beruhigen bei Nervosität und leichter Reizbarkeit.
Weitere Informationen zu homöopathischen Arzneimitteln finden Sie auch in der Arzneimittel-Datenbank der Initiative „Homöopathie hilft!“ und im Newsletter (anmelden unter: www.homoeopathiehilft.at., erscheint 4x jährlich)

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Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie 2014 geht an Jungärztin aus Oberösterreich

Homöopathie hilft! Zu diesem Ergebnis kommt die frischgebackene Ärztin Dr. Magdalena Rumpl in einer Studie, welche sie im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Medizinischen Universität Wien durchführte. Nun wurde sie mit dem Dr. Peithner Sonderpreis ausgezeichnet.

Am Samstag, 18. April, wurde der Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie an die Jungärztin Dr. Magdalena Rumpl verliehen. Sie analysierte in ihrer Diplomarbeit an der Medizinischen Universität Wien alle verfügbaren Studien zur Wirkung der Homöopathie, die in den Jahren 2008 bis 2012 erschienen sind.

Mag. Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG und Vorsitzender des Ausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig: „Eine hervorragende Arbeit, die – im Gegensatz zur kürzlich zum wiederholten Male publizierten Australischen Studie – alle Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens erfüllt. So wurde u.a. eine vollständige Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung aller randomisiert kontrollierten Studien durchgeführt, die im fraglichen Zeitraum erstellt wurden, wie dies bei einem systematischen Review eigentlich üblich ist.“

Hochqualitative Studien belegen Wirksamkeit der Homöopathie

Insgesamt erfüllten 29 Studien die Einschlusskriterien und konnten in die quantitative Analyse einbezogen werden, 26 der Studien konnten sogar als hochqualitativ bewertet werden. „Der Vergleich der eingeschlossenen Studien zeigt einen deutlichen Trend zugunsten der homöopathischen Behandlung, einige zeigten sogar einen signifikanten Therapievorteil zugunsten der Homöopathie“, zeigt sich Peithner erfreut.

Die Preisträgerin

Dr. Magdalena Rumpl engagierte sich schon während ihrer Studienzeit an der Medizinischen Universität Wien für die StudentInnen-Initiative Homöopathie (SIH). Im Jahr 2014 schloss sie ihr Medizinstudium ab, ihr Psychologiestudium, dem sie zusätzlich zur Medizin nachging, wird sie 2015 mit dem Bachelor abschließen. Derzeit absolviert die frischgebackene Medizinerin ihre Turnusausbildung im Krankenhaus Vöcklabruck denn für sie ist es sehr wichtig „als Homöopathin auch eine gute Schulmedizinerin zu sein“.

Der Preis

Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde 2003 von der Dr. Peithner KG, dem führenden Hersteller homöopathischer Arzneien in Österreich, ins Leben gerufen. Ziel ist die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie in Österreich. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit EUR 3.000,– dotiert.

Die ausgezeichnete Diplomarbeit: Rumpl, M. (2014): Metaanalyse homöopathischer Studien im Zeitraum 2008 bis 2012. Dipl.Arb. Medizinische Universität Wien, Klinik für Innere Medizin I und Institut für Umwelthygiene.