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Homöopathie bei typischen Männerkrankheiten

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Nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern kann es im Laufe des Lebens zu verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden kommen. Die meisten tauchen dabei in späteren Lebensphasen auf und sind unter anderem auf ungesunde Ernährung, wenig Bewegung und Stress zurückzuführen. Homöopathie kann für Abhilfe sorgen und die Regeneration beschleunigen. Im Folgenden Artikel haben wir die typischen Männerkrankheiten zusammengetragen und dazu passende homöopathische Arzneien angeführt.

Homöopathie für ein gesundes (Männer-)Herz

Herzerkrankungen stehen weiterhin ganz oben auf der Liste der häufigsten Todesursachen und treffen im Vergleich öfter Männer als Frauen. Denn statistisch gesehen leben Männer im Allgemeinen ungesünder. Neben einem bewussten Lebensstil gibt es aber auch einige homöopathische Arzneimittel, die bei Herzleiden unterstützend eingesetzt werden. Generell sollte man bei organischen Beschwerden, wie Herzschwäche oder einer Erkrankung der Herzkranzgefäße, eine integrative Vorgehensweise, also ein Zusammenwirken von konventionellen und homöopathischen Methoden, anwenden. So kann bei der Nachbehandlung eines Herzinfarktes, unterstützend zu Bypass oder Stent, das homöopathische Arzneimittel Myrtillocactus (Heidelbeerkaktus) über längere Dauer unterstützend genommen werden. Bei akutem Herzrasen kann zusätzlich neben einer Untersuchung des Organs Aconitum Napellus (Blauer Eisenhut) zur schnellen Abhilfe genommen werden.

Homöopathie bei Haarausfall

Die sogenannte „Alopezie“ ist weit verbreitet und speziell für Männer eine große Belastung, auch wenn man sie nicht gleich als eine der typischen Männerkrankheiten bezeichnen würde. Viele betrachten das Ausfallen der Haare mit großem Missmut und einer veränderten Lebensfreude. Grund dafür ist meistens das Erbgut. Veränderungen machen sich aber im Durchschnitt ab den 30ern bemerkbar. Durch homöopathische Arzneien kann man jedoch in vielen Fällen eine sichtbare Besserung erreichen. Phosphorus (Phosphor) hilft beispielsweise bei kreisrundem Haarausfall, Ekzemen und Juckreiz. Tritt der Haarausfall in Kombination mit Nierensteinen oder einer Prostatavergrößerung auf, so kann Delphinium staphisagria (Stephanskraut) helfen.

Die typischen Männerkrankheiten rund um die Prostata

Die Prostata umkleidet den oberen Teil der Harnröhre und kann sich aufgrund bakterieller Kontakte entzünden. Bleibt eine Entzündung unbehandelt, kann diese chronisch werden. Deshalb sollte man im Falle einer Prostataentzündung („Prostatitis“) schnell handeln. Homöopathische Arzneimittel wie Pulsatilla (Kuhschelle) lindern die Entzündung und verhelfen zu einem besseren Wohlbefinden. Wird die Prostatitis durch Kälte (z. B. sitzen auf einem kalten Stein) ausgelöst, kann dieses Mittel indiziert sein.  In höherem Alter kann es zu einer Prostatahyperplasie kommen. Einer vergrößerten Prostata kann hingegen Digitalis (roter Fingerhut) oder Conium (gefleckter Schierling) entgegenwirken.

Homöopathie bei Impotenz

Eine Errektionsstörung kann – unabhängig vom Alter – bei jedem Mann vorkommen und zählt wohl zu den bekanntesten typischen Männerkrankheiten. Bemerkbar macht sich diese durch eine nicht zufriedenstellende Erektionsfähigkeit. Der Geschlechtsverkehr wird dadurch maßgeblich beeinträchtigt oder unmöglich. Die Ursachen sind manigfaltig. Meist ist Fettleibigkeit, erhöhter Alkohol- und Tabakkonsum oder Stress verantwortlich. Caladium seguinum (Dieffenbachia) hilft etwa, wenn der Mann sexuelles Verlangen verspürt, der Penis aber trotzdem schlaff oder der Samenerguss ausbleibt. Bei letzterem wird auch Natrium muriaticum (Kochsalz) eingesetzt.

Homöopathie bei Inkontinenz

Ab dem 60. Lebensjahr ist das Risiko von unkontrolliertem Harnverlust stark erhöht. Inkontinenz kann zudem unterschiedlich schwer ausfallen – von einigen Tropfen bin hin zum kompletten Urinverlust. Viele Betroffene schämen sich und die Lebensqualität leidet beträchtlich. Doch auch hier können homöopathische Arzneimittel das Problem lindern. Geht die Inkontinenz beispielsweise mit Husten/Niesen/Lachen einher, so wird meist Causticum Hahnemanni erfolgreich eingesetzt. Bei nächtlichem Bettnässen oder häufigem, plötzlichen Harndrang helfen zudem Kreosotum (Buchenholzteer) oder Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat).

Auch eine der typischen Männerkrankheiten: Gicht

Spielt sich Gicht anfangs noch unbemerkt im Körper ab, trifft es Patienten umso überraschender mit akuten Gelenksbeschwerden. Gehen die, häufig von links nach rechts wandernden Schmerzen zusätzlich mit innerer Kälte, Kreislauf und Verdauungsbeschwerden einher, kann zum Beispiel auf Colchicum (Herbstzeitlose) zurückgegriffen werden. Bei akuten Gichtanfällen (wie etwa nach dem Schlafen) verschaffen kalte Umschläge und Apis mellifica (Honigbiene) Abhilfe. Acidum Benzoicum hilft hingegen bei wiederkehrenden Gichtanfällen, die auf einen erhöhten Harnsäurespiegel zurückzuführen sind. Wichtig ist dabei, zusätzlich auf eine richtige Ernährung zu achten.

Homöopathische Arzneimittel helfen in beinahe jeder Lebenslage, Beschwerden zu lindern, auch bei typischen Männerkrankheiten. Tritt bei den Beschwerden jedoch keine Besserung oder sogar eine Verschlechterung auf, muss man unbedingt einen Arzt mit Zusatzausbildung Homöopathie aufsuchen. Mit der Arztsuche der ÖGHM und der ÄKH findet man ganz leicht einen Arzt mit der Zusatzausbildung Homöopathie in der Nähe.

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Homöopathie bei PMS

Ein Großteil der Frauen spürt bereits Tage vor dem Einsetzen der Menstruation erste Beschwerden. Ein Drittel leidet ernsthaft unter den Symptomen, die zusammengefasst als PMS bezeichnet werden. Doch allzu oft werden Betroffene bloß belächelt und als „hormongesteuert“ abgestempelt. Viele Frauen denken daher, dass es ganz normal ist in den Tagen vor der Periode die Kontrolle über sich zu verlieren. Doch Homöopathie kann dabei helfen die Beschwerden in den Griff zu bekommen und auch in den Tagen vor den Tagen leistungsfähig und energiegeladen zu sein.

Was ist PMS?

„Prämenstruelles Syndrom“ (PMS) oder, bei ernsthaften psychischen Beschwerden, auch „Prämenstruelle Dysphorische Störung“ (PMDS) gilt als anerkannte, wenn auch schwer zu erforschende, Erkrankung. Es handelt sich dabei um eine multifaktorielle Störung, deren Ursachen in den Bereichen Psyche, Nerven- und Hormonsystem liegen. Die Symptome setzen einige Tage vor der Monatsblutung ein und klingen mit Anfang dieser wieder ab. Mitunter können sie so stark sein, dass es schwierig wird alltäglichen Tätigkeiten nachzugehen. Betroffene leiden unter körperlichen und psychischen/emotionalen Beschwerden. Häufig kommt es zu sichtbaren Wassereinlagerungen, Unterbauchkrämpfen, Kopf- oder Rückenschmerzen, Spannungsgefühlen in Brüsten, Kreislaufbeschwerden oder Veränderungen im Essverhalten. Diese können von Stimmungsschwankungen, Depression, Antriebslosigkeit, Aggressivität, grundlosem Weinen und einem verminderten Selbstwertgefühl begleitet werden. Die Standardbehandlungen hierbei richten sich nach den vorrangigen Symptomen und sind so meist Schmerzmittel, Antidepressiva oder Hormonpräparate. Wenn man jedoch nicht mehr ständig nur die unangenehmen Beschwerden bekämpfen, sondern sich ganzheitlich wohl fühlen möchte, sind homöopathische Mittel die beste Lösung.

Homöopathie bei PMS - © Antoniodiaz/stock.adobe.com
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Nachgewiesene Wirksamkeit beim Prämenstruellen Symptom

Die Wirksamkeit homöopathischer Arzneien bei PMS ist wissenschaftlich belegt. In einer randomisierten Studie mit Parallelgruppen aus den Niederlanden wurden 66 Frauen mit bestätigter PMS und eingeschränkter Arbeitsproduktivität untersucht. Nach einer zufälligen Zuteilung in zwei Versuchsgruppen wurde die Hälfte von ihnen, zusätzlich zu ihrer normalen Behandlung, einer homöopathische Therapie unterzogen. Mit Hilfe von ausgebildeten Homöopathen und einer sorgfältigen Patientenanamnese wurde ein Hauptmittel aus 11 zuvor erforschten und signifikant wirksamen Mitteln ausgewählt. Mittels Online-Fragebogen, Interviews und einem selbstständig geführten Tagebuch der Probanden wurden die Ergebnisse dann beobachtet. Die Studie ergab eine deutliche Veränderung in der homöopathisch behandelten Versuchsgruppe.

Homöopathie zur Selbstbehandlung von PMS

Hier folgt eine kleine Auswahl an Mitteln, welche oft gegen PMS verschrieben werden und auch in dieser Studie Zuspruch fanden. Bei der Arzneimittelwahl ist es wichtig, stets nach dem Gesamtbefinden zu entscheiden. Daher sollte man sich in der Zeit der Symptome genauestens selbst beobachten und dabei nicht nur die körperlichen Beschwerden, sondern auch die Stimmungslage berücksichtigen. Bei Unsicherheit, oder wenn keine Veränderung zu beobachten ist, sollte man einen homöopathisch arbeitenden Arzt, Heilpraktiker (Deutschland) oder Naturheilpraktiker (Schweiz) aufsuchen.

Sepia:

Wenn man unter Kopfschmerzen und Spannung in den Brüsten leidet, zudem: vermehrter Ausfluss, Abneigung gegen Geschlechtsverkehr, kolikartige Bauchschmerzen und morgendliche Übelkeit. Eine Verschlimmerung ist auch während der Periode zu beobachten. Betroffene mögen es warm, aber auch Bewegung an der frischen Luft tut gut. Sie fühlen sich ausgelaugt, erschöpft und niedergeschlagen und möchten mit ihren Beschwerden alleine gelassen werden. Außerdem reagieren sie überempfindlich, reizbar und weinen schnell. Oft sind sie verzweifelt, wissen nicht weiter und fühlen sich ungerecht behandelt.

Lachesis:

Wenn man unter Kopfschmerzen oder gar Migräne leidet, manchmal begleitet von Schwindel oder Nasenbluten. Die Bauchschmerzen sind wehen- oder kolikartig. Unmittelbar vor Einsetzen der Periode kommt es zu heftigen Kreuzschmerzen. Betroffene mögen eher keine Wärme oder eng anliegende Kleidungsstücke, vor allem an Hals oder Bauch. Außerdem fühlen sie sich stark unter Druck, sind ruhelos, reizbar und haben den Drang oft pausenlos zu reden.

Natrium muriaticum:

Wenn man unter berstenden Kopfschmerzen leidet und in dieser Zeit kaum Interesse an Geschlechtsverkehr hegt. Besonders am Vormittag klagen Betroffene über Erschöpfung. Hitze vertragen sie nicht, aber im Freien und auch in eng anliegender Kleidung fühlen sie sich wohl. Oft besteht eine Lust auf Salziges und auch ein vermehrter Durst ist zu beobachten. Betroffene neigen zur Hysterie, sind aber sonst introvertiert, bei Mitleid ziehen sie sich schnell zurück. Häufig ist zu beobachten, dass ihnen Dinge aus der Hand fallen.

Es gibt aber noch weitere Mittel, die bei Beschwerden im Zusammenhang von PMS helfen können. Jede Frau und jede Erkrankung ist unterschiedlich und erfordert daher ein spezielles Mittel zur Wiederherstellung der Lebenskraft, daher kann es mitunter sein, dass die hier vorgeschlagenen Mittel nicht sofort zur gewünschten Besserung führen. In diesen Fällen ist ein direkter Besuch bei einem homöopathisch arbeitenden Arzt, Heilpraktiker (Deutschland) oder Naturheilpraktiker (Schweiz) der beste Weg, um die korrekte homöopathische Hilfestellung zu finden.

Quellen:

  • Klein-Laansma C., Jong M., Von Hagens C., Jansen J.P., Van Wietmarschen H. & Jong M. C. (2018): Semi-Individualized Homeopathy Add-On Versus Usual Care Only for Premenstrual Disorders: A Randomized, Controlled Feasibility Study. In: The Journal of Alternative and Complementary Medicine. Vol 24. Nr. 7
  • Schimmelpfennig-Funke D. (1999): Homöopathie. Anleitung zur Selbstbehandlung. München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH

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Homöopathie bei Kinderwunsch

Das Babyglück beginnt lange bevor es geboren wurde: Beim Thema Nachwuchs erwarten Frauen wunderschöne und aufregende Momente. Doch bei diesen kommt es manchmal auch zu körperlichen Beschwerden. Ob bei Kinderwunsch, Schwangerschaft oder bei der Geburt des Kindes: Homöopathie kann hierbei helfen, diese besondere Zeit trotz allem in vollen Zügen zu genießen.

Homöopathie für das große Babyglück

Viele Frauen haben Probleme, schwanger zu werden oder sind sogar von einer Unfruchtbarkeit betroffen. Dabei wird zwischen Sterilität und Infertilität unterschieden. Von Sterilität spricht man, wenn trotz regelmäßigen Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eintritt oder diese von Fehlgeburten geprägt ist. Bei der Infertilität hingegen meint man die Störung, eine Schwangerschaft überhaupt austragen zu können. Grundsätzlich ist in solchen Fällen eine konstitutionelle Behandlung sinnvoll.

Pulsatilla (Kuhschelle) hilft hierbei, die hormonelle Regulation anzuregen. Agnus castus (Mönchspfeffer) trägt zur Zyklusregulierung in der zweiten Zyklushälfte bei. Es fördert eine balancierte Gelbkörperfunktion, welche für die Einnistung eines befruchteten Eis wichtig ist. Kalium carbonicum (Kaliumkarbonat) kann bei Unfruchtbarkeit mit zu starker Regelblutung, einem starken Ausfluss und der Neigung zu Fehlgeburten helfen. Sepia (Tintentfisch) hat eine allgemein gute Wirkung auf das Hormonsystem und ist bei Gebärmutterverlagerungen bewährt.

Homöopathie bei Kinderwunsch - © fizkes/stock.adobe.com
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Homöopathie in der Schwangerschaft

Hat man mit Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung zu kämpfen, kann Nux vomica (Brechnuss) für Abhilfe sorgen. Carbo vegetabilis (Holzkohle) hilft bei einem aufgeblähten Oberbauch, häufigem Aufstoßen und übelriechenden Blähungen. Zudem kann es Anzeichen der Schwäche und Müdigkeit lindern. Belladonna (Tollkirsche) wird eingesetzt, wenn sich die Brust etwa hart, angespannt aber auch heiß anfühlt. Zudem hilft sie, wenn die Brust gerötet ist und auf Berührung empfindlich reagiert. Pulsatilla (Kuhschellen) wird gegen Unwohlsein und Verstimmung eingenommen. Sollte man während der Schwangerschaft von Rückenschmerzen geplagt sein, empfiehlt es sich, Kaliumcarbonat anzuwenden.

WICHTIG: Die Einnahme homöopathischer Arzneimittel sollte in der Schwangerschaft immer vorher mit dem Arzt oder der Hebamme abgeklärt werden!

Homöopathie bei der Geburt

Homöopathie hilft auch, um Schmerzen zu lindern und für eine angenehmere Geburt zu sorgen. Aconitum (Eisenhut) kommt zum Einsatz, wenn die Wehen zu schwach oder zu schmerzvoll sind. Chamomilla (Kamille) hilft, wenn die Frau während der Geburt außergewöhnlich gereizt, unduldsam und besonders schmerzempfindlich ist. Muss die Gebärmuttermuskulatur gestärkt werden, kann auf Caulophyllum thalictroides (Frauenwurzel) zurückgegriffen werden. Homöopathische Arzneimittel wie die Lytta vesicatoria (Spanische Fliege) tragen dazu bei, die Nachgeburt zu fördern und die Plazenta zu lösen. Nicht selten kommt es während der Geburt zu einem Dammriss – hier beschleunigt Arnika die Heilung.

Homöopathie in der Stillzeit

Auch in der Stillzeit kann es zu unangenehmen Begleiterscheinungen kommen. Wenn etwa eine zu geringe Milchmenge abgegeben wird, sollte man auf den bereits erwähnten Mönchspfeffer oder Aconitum zurückgreifen. Für den Fall, dass zu viel Milch abgegeben wird, hilft hingegen Carbo vegetabilis. Sind die Brustwarzen durch Risse oder Geschwüre gereizt, kann Castor equi (Horn des Pferdes) eingesetzt werden. Bei einem Milchstau und einer damit verbundenen Brustentzündung hilft Phytolacca (Kermesbeere).

Homöopathische Arzneimittel können aktiv das Wohlbefinden fördern. Dennoch sollte bei länger anhaltenden Beschwerden ein Arzt oder eine Hebamme mit der Zusatzausbildung Homöopathie aufgesucht werden. Mit der Arztsuche der ÖGHM und der ÄKH findet man ganz leicht einen Arzt mit der Zusatzausbildung Homöopathie in der Nähe.

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Homöopathie bei Kindern

Krankheiten, Unwohlsein und Schmerzen betreffen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Da diese noch über ein sehr ausgeprägtes und intaktes Immunsystem verfügen, sprechen sie auf homöopathische Arzneimittel besonders gut an. Wir haben daher einige homöopathische Arzneien ausgewählt, die bei den Top 5 Kinder-Krankheiten häufig Anwendung finden.

Homöopathie bei Zahnungsbeschwerden

Welcher Elternteil kennt es nicht: markerschütterndes Geschrei und Krokodilstränen, weil das Kind unter Zahnungsschmerzen leidet. Hier können Eltern auf Matricaria recutita („echte Kamille“) zurückgreifen, um die Beschwerden zu lindern. Denn die homöopathische Arznei hilft bei Schmerzsymptomen wie Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen, Zahnungsbeschwerden oder Blähkoliken. Des Weiteren können die Arzneien Pulsatilla pratensis (bei Zahn- und Gelenksschmerzen) sowie Hepar sulfuris (bei Kopfschmerzen) unterstützend wirken.

Homöopathie bei Schlafstörungen

Unruhige Nächte belasten nicht nur Eltern, sondern auch die Kinder. Ein unregelmäßiger oder gar fehlender Schlaf kann hierbei gravierende Folgen haben. Denn Kinder wachsen nur im Schlaf. Das bedeutet, sie können auch nur hier ihre Energiereserven auftanken und den Tag Revue passieren lassen. Cypripedium parviflorum var. Pubescens (Gartenorchidee) kann bei Unruhen, nervösen Erscheinungsbildern oder Schlaflosigkeit selbst beruhigend wirken. Das Arzneimittel Magnesium carbonicum wirkt ebenfalls beruhigend, da es die Geräuschempfindlichkeiten des Kindes senkt.

Homöopathie bei Koliken und Blähungen

Blähungen und Koliken können bei Kindern jeden Alters vorkommen. Bei Säuglingen können jedoch in den ersten drei Lebensmonaten die gefürchteten Dreimonatskoliken auftreten. Hier hilft Chamomilla, sowie  Belladonna, wenn das Kind sich dabei rückwärts streckt und ein rotes Gesicht hat. Wenn ein Kind nicht mehr zu weinen aufhört und unter schmerzhaften Bauchkrämpfen leidet, kann Artemisia cina helfen. Die Arznei lindert Beschwerden im Verdauungssystem und wirkt krampflösend. Magnesium carbonicum bietet sich hier ebenfalls zur Bekämpfung der Verdauungsbeschwerden an, wenn wenn eine Muttermilchunverträglichkeit vorliegt, Säuglinge reizbar sind und die Beschwerden in der Nacht schlimmer werden.

Homöopathie bei Atemwegsinfekten

Da das Immunsystem von Kindern sich erst auf seine Umwelt einstellt, ist die Anfälligkeit auf äußere Einflüsse groß. Kindergärten, Spielgruppen und öffentliche Plätze bieten viele Möglichkeiten, sich Atemwegsinfektionen einzufangen. Besonders bei Kindern bietet sich die homöopathische Arznei Calcium carbonicum („Austerschalenkalk“) an. Denn dieses Arzneimittel wirkt besonders bei wiederkehrenden Infekten im Hals- und Ohrenbereich. Die mit einer Infektion einhergehende Anschwellung der Lymphknoten lässt sich durch Calcium fluoratum behandeln. Sulfur iodatum mindert zudem Symptome in den Lymphsystemen sowie den Schleimhäuten.

Homöopathie bei Durchfall und Erbrechen

Hat Ihr Kind etwas Falsches gegessen oder wurde eine abrupte Ernährungsumstellung vorgenommen? Dann besteht eine erhöhte Gefahr von Durchfall, Erbrechen sowie Übelkeit und Bauchschmerzen. Tritt einer dieser Fälle ein, können homöopathische Arzneien wie Croton tiglium, Okoubaka aubrevillei sowie Veratum album helfen. Sie lindern Beschwerden des Verdauungssystems, strahlartige Durchfälle, Lebensmittelvergiftungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Wir hoffen natürlich, dass Sie und Ihre Familie sich bester Gesundheit erfreuen. Sollte es Sie oder Ihr Kind doch einmal erwischt haben und die Beschwerden schlimmer werden, ist dringend ein Arzt zu konsultieren! Mit der Arztsuche der ÖGHM und der ÄKH finden Sie ganz leicht einen Arzt mit der Zusatzausbildung Homöopathie in Ihrer Nähe.

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Homöopathie bei Kindern - © davit85/stock.adobe.com
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Akute Hilfe bei Heuschnupfen

Als eine der häufigsten Formen von Allergien, die auftreten können, kennen ihn alle Betroffenen vor allem aus dem Frühling und den frühen Sommermonaten: Den Heuschnupfen. Während der Pollenzeit betrifft er insbesondere die Atemwege und löst einen starken Fließschnupfen mit Niesreiz und einem Jucken in den Augen aus. Des Weiteren können auch Atembeschwerden auftreten, die sich mit dem Begriff des allergischen Asthmas zusammenfassen lassen. Eine Liste mit gängigen Mitteln und deren Wirkungsweise haben wir hier angeführt. Eine Grundveranlagung zur Allergie sollte jedoch nur von einem ausgebildeten Homöopathen behandelt werden. Eine Selbstbehandlung mit den unterschiedlichen Mitteln und deren Dosierungen ist erst dann möglich, wenn eine genaue Kenntnis des eigenen gesundheitlichen Zustands vorliegt.

Euphrasia – bei vorwiegend am Auge auftretenden Symptomen z.B. wenn Lider verklebt sind und Jucken sowie wundmachender Tränenfluss auftritt.

Allium Cepa – hilft bei verstopfter Nase, die heftig juckt bzw. wund ist.

Wyethia – hilft bei Juckreiz im Gaumenbereich, heftiges Niesen.

Natrium muriatricum – hilft bei wässrigem, brennendem Fließschnupfen und tränenden Augen.

Homöopathie: Hilfe bei Heuschnupfen - © Ryzhkov Oleksandr/stock.adobe.com
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Homöopathie – wie sie auf Dauer helfen kann

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass beim Auftreten von allergischen Symptomen für eine eine homöopathischen Behandlung unbedingt ein Arzt konsultiert werden sollte. Dies gilt vor allem bei lebensbedrohlichen Situationen.

Im Zuge der Konsultation eines Arztes mit entsprechender homöopathischer Ausbildung gibt es eine genaue Anamnese bei der auch soziale, psychische und familiäre Faktoren beachtet werden. Die Behandlung startet in der allergenfreien Zeit, damit sich das Immunsystem des Körpers darauf einstellen kann. Die herkömmlichen Medikamente werden meist erst sukzessive reduziert. Diese Art der Behandlung kann die Beschwerden durch Allergien deutlich lindern.

Dass die Homöopathie eine hilfreiche Alternative zu herkömmlichen Medikamenten bietet, wurde auch maßgeblich von Frau Dr. Gründling nachgewiesen. Sie erhielt für ihre Forschungsergebnisse bei der homöopathischen Behandlung von Allergiesymptomen 2013 den Dr. Peithner Preis. Für sie – wie auch für die meisten homöopathisch behandelnden Ärzte in diesem Feld – ist es eine klare Voraussetzung, den Dialog zwischen der klassischen Schulmedizin und der Homöopathie zu fördern.

Demnach kann eine Therapie mit homöopathischen Arzneien als alleinstehende oder als Zusatzbehandlung zu einer schulmedizinischen Behandlung angewandt werden. Ob der Heuschnupfen allein mit Homöopathie behandelt werden kann, hängt von der individuellen Verfassung und dem Schweregrad der Erkrankung ab.

Quelle zu Frau Dr. Gründling

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Schwindel – wenn sich alles dreht

Etwa ein Viertel der Generation 60 plus klagt häufig über Schwindel, das Gefühl von Benommenheit und Drehen im Kopf, das im ganzen Körper für Unwohlsein sorgt. Besonders gravierend: Verbunden mit der Angst, sich nicht sicher bewegen zu können oder gar zu stürzen, ist Schwindel nicht nur ein körperliches Leiden, sondern auch eine psychische Belastung. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Betroffenen.

„Schwindel ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinn, sondern Zeichen einer Diskrepanz zwischen dem Gleichgewichtssinn, dem visuellen System sowie dem propriozeptiven System (Sehnen, Muskeln, Gelenke) und in weiterer Folge der zentralen Koordinierung dieser gesammelten Reize im Gehirn“, erklärt Univ. Lektor Dr. med. Benjamin Loader, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Wien. Vereinfacht ausgedrückt: Mit Symptomen wie Unwohlsein, Schwanken oder Benommenheit bis hin zum gänzlichen Verlust der Orientierung im Raum oder gar Übelkeit und Erbrechen sowie Angst und Panik ist Schwindel ein anschauliches Anzeichen dafür, dass wichtige Systeme des Körpers im Ungleichgewicht sind.

Apotheke als Anlaufstelle

Viele Schwindel-Patienten suchen beim ersten Auftreten der Beschwerden nicht sofort den Arzt auf, sondern wenden sich an die Apotheke des Vertrauens, wie Mag. pharm. Ilona Leitner, Apothekerin aus Wien beschreibt: „Als Apothekerin muss ich mich fragen, ob ich eine Arznei zur Selbstmedikation empfehle, oder ob es notwendig ist, den Patienten an den Arzt oder ans Krankenhaus zu verweisen. Wenn aus der Anamnese klar hervorgeht, dass die Beschwerden mit großer Wahrscheinlichkeit schnell und leicht zu behandeln sein dürften, empfehle ich sehr gerne homöopathische Heilmittel, denn sie wirken sehr schonend. Zudem besteht damit nicht die Gefahr, die Ursache des Schwindels zu verschleiern, sollten die Beschwerden doch stärker und die Konsultation eines Arztes notwendig werden.“

Bewährte Wirkstoffe und Homöopathie zur Behandlung von Schwindel

Um Schwindel zu behandeln, stehen dem Arzt verschiedenste Möglichkeiten zu Verfügung. „Auf medikamentöser Seite haben sich der Wirkstoff Betahistin sowie die Behandlung mit Ginkgo-Präparaten etabliert. Empfehlenswert sind aber auch homöopathische Mittel, wie eine Kombination aus Anamirta cocculus, Conium maculaturm, Petroleum rectificatum und Ambra grisea, um die Rehabilitation langfristig zu unterstützen“, so Univ. Lektor Dr.med. Benjamin Loader. Eine eigene Herangehensweise zur Behandlung von Schwindel bietet die Homöopathie, wie Dr. med. Ilse Fleck-Václavik, Ärztin für Allgemeinmedizin und homöopathische Medizin erklärt: „In der Homöopathie sind die verschiedenen Ursachen des Schwindels nicht vorrangig, um zur richtigen Arznei zu gelangen. Wichtig für die korrekte Verordnung sind typische Symptome wie eine bestimmte Tageszeit und etwaige Begleitsymptome wie Kopfschmerzen, Schwitzen, Zittern, etc. Die Totalität – also die Gesamtheit aller Symptome führt dann zur richtigen Arznei.“

Vertigo, Schwindel: wenn sich alles dreht - © Andrey Popov/stock.adobe.com
© Andrey Popov/stock.adobe.com

Vertigoheel als Firstline-Therapieempfehlung der DEGAM

Um diese passende Arznei auszuwählen, ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Patienten durch ein ausführliches Gespräch notwendig. Gerade bei Schwindel wünschen sich Patienten aber meist eine sehr schnelle Linderung. In diesem Fall greift die erfahrene Homöopathin sehr gerne zu einem Komplexmittel, das mehrere wirksame Substanzen kombiniert: „Besonders bewährt hat sich in diesem Zusammenhang Vertigoheel, das in den Leitlinien der DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin) nun auch als ‚Firstline-Therapie‘ empfohlen und als gleichwertig mit herkömmlichen schulmedizinischen Medikamenten gestellt wird“, so Dr. med. Ilse Fleck-Václavik. „Grundlage dieser Empfehlung sind Studien, die eine nahezu gleiche Wirksamkeit mit z.B. Betahistin konstatieren. Zusätzlich gibt es auch vergleichende Studien von Vertigoheel mit Dimenhydrinat. Wenn man bedenkt, dass viele Medikamente als Nebenwirkung Unsicherheit und Benommenheit bzw. sedierende Symptome erzeugen können, also genau jene Symptome, die häufig als Begleitsymptome bei Schwindel auftreten, spricht das meines Erachtens sehr für die Anwendung des homöopathischen Medikamentes.“

Physiotherapie zur langfristigen Behandlung

Um Schwindel langfristig zu behandeln und dem Patienten ein nahezu normales Leben zu ermöglichen, eignen sich physiotherapeutische Lagerungs- und Gleichgewichtsübungen, erklärt Physiotherapeutin Constance Schlegl, MPH: „Manuelle Behandlungen, ein Training der Verbindungen zwischen Nacken und Augen sowie die vestibuläre Rehabilitation werden bei Schwindelformen eingesetzt, die durch Beschwerden im HWS-Bereich ausgelöst werden. Bei vestibulären Störungen, die etwa den klassischen Drehschwindel verursachen, ist eine vestibuläre Rehabilitation angezeigt. Hier kommen Blickstabilisationsübungen, Kopfbewegungsübungen, Balanceübungen, Zielbewegungen und Gehübungen zum Einsatz. Ziel ist es dabei, die vestibulookulären Reflexe zu verbessern.“ Auch der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPPV) lässt sich physiotherapeutisch gut behandeln.“Lagerungsmanöver, wie z.B. das Epley- oder Semont-Manöver, helfen die abgelösten Kristalle, die diese Sonderform des Schwindels verursachen, aus den Bogengängen des Gleichgewichtsorgans zu schwemmen, sodass die Schwindelsymptome abklingen.“

Literatur:

Rabe Andreas, Peter Klein und Michael Weiser: Behandlung von kreislaufbedingtem Schwindel:
http://hennrich-pr.at/upload/editor/RABE_2003_Vertigoheel_vs_Dimenhydrinat.pdf
Strösser Wolfgang und Weiser Michael: Lebensqualität bei Patienten mit Schwindel – Homöopathikum im Doppelblind-Vergleich, 2000:
http://hennrich-pr.at/upload/editor/STROESSER_2000_Vertigoheel_vs_Betahistin.pdf
Strösser Wolfgang und Weiser Michael: Behandlung von nichtvestibulärem Schwidnel mit einem modernen Homöopathikum. Originalie zum Schwerpunkt Schwindel/Durchblutungsstörungen. 2002:
http://hennrich-pr.at/upload/editor/STROESSER_2002_Vertigoheel_vs_Dimenhydrinat.pdf
Weiser Michael und Strösser Wolfgang: Der Allgemeinarzt. Behandlung des Schwindels. Vergleichsstudie Homöopathikum vs. Betahistin. 22. Jg., 13/2000:
http://hennrich-pr.at/upload/editor/WEISER_2000_Vertigoheel_Betahistidin.pdf
Wolschner Ulrich, Strösser Wolfgang, Weise Michael und Klein Peter: Behandlung des Schwindels mit einem modernen Homöopathikum. Ergebnisse einer referenzkontrollierten Kohortenstudie. 2001:
http://hennrich-pr.at/upload/editor/WOLSCHNER_2001_Vertigoheel_vs_Dimenhydrinat.pdf

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Schulangst – Homöopathie hilft!

Schulangst, Prüfungsstress, Albträume? Die Schulzeit belastet Kinder und Jugendliche – und natürlich auch deren Eltern – in ganz Österreich. Dr. Holger Förster, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Salzburg, empfiehlt zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler homöopathische Arzneien.

Prüfungsangst mit Magenschmerzen? – Argentum nitricum! Extrem aufgeregt und hektisch – Menschen, die Argentum nitricium benötigen, sind Getriebene unserer Zeit. Nichts geht schnell genug, alles muss in rasender Eile erledigt werden, Pausen vergönnen sie sich nicht. Besonders vor Prüfungen oder Situationen, in denen sie sich beweisen müssen, haben sie regelrechte Durchfall-Attacken begleitet von Magenschmerzen und häufigem Harndrang. Schlechter geht es ihnen in engen Räumen, besser im Freien.

Schüchtern und ängstlich? – Calcium carbonicum! In der Früh klagen sie über Bauchweh, in der Schule selbst über Kopfschmerzen – die Schule stresst sie enorm. Nicht nur das Arbeiten unter Zeitdruck – gehören sie doch eher zu den Langsamen, Verträumten – macht ihnen Probleme, diese Kinder haben auch Angst, etwas Falsches zu sagen und möglicherweise ausgelacht zu werden. Dabei sind sie im Grunde fleißig und wollen alles richtig machen, doch, wenn die Lehrerin/der Lehrer nicht fragt, bleiben sie still, aus ihrer Motivation heraus melden sie sich im Unterricht nicht.

Ruhelos und überdreht? – Coffea! Ruhelos, nervös, wie überdreht – Kinder, die besonders abends übermäßig wach sind, die über eine leichte Auffassungsgabe verfügen und durch ihre tausend Gedanken und Pläne nicht in den Schlaf fallen können, könnten das homöopathische Mittel Coffea brauchen. Prinzipiell sind diese Kinder ständig in Bewegung, körperlich und geistig. Zudem klagen sie über Schweißausbrüche und Herzklopfen.

Ungeduldig und wütend? – Phosphor! Die Kinder gehen zwar gern in die Schule, aber nur, weil sie dort ihre Freunde treffen. Sie sind neugierig, interessieren sich für Vieles, lernen leicht – aber es soll Spaß machen! Gleichzeitig möchten sie die Besten sein, ohne sich allzu sehr anzustrengen. Es muss alles beim ersten Mal gelingen, sonst kriegt er/sie einen Wutanfall – das Kind kann sehr zornig werden, schreit, stampft auf den Boden, es fliegt etwas durch die Luft.

Lernschwierigkeiten, Konzentrationsmangel? – Sulfur! Wenn das Lernen in der Schule eher in Krisen verläuft, die Kinder extrem faul sind, selten Hausübungen machen und häufig etwas vergessen, kann Sulfur viel bewirken. Kinder, die auf dieses Mittel ansprechen, sprühen vor Energie, haben viel Temperament und sind sehr aktiv, immer in Bewegung. Länger still sitzen oder stehen ist ein Problem.

Homöopathie hilft bei Schulangst - © Serhii/stock.adobe.com
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Die angeführten Arzneien sollten in den Potenzen D12 zweimal pro Tag je 5 Globuli eingenommen werden. Am besten über mehrere Wochen. Sie erhalten diese Arzneien rezeptfrei in der Apotheke, sie sind mehrere Jahre haltbar. Eine Gabe besteht aus jeweils fünf Kügelchen.

Und als Tipp für die Eltern sagt Dr. Förster: „Die Schule setzt nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern unter Druck. Delegieren Sie so viel wie möglich an externe Nachhilfeunternehmen und Hausaufgabenbetreuung, damit das Familienklima unbelastet bleibt. Unterstützen Sie Ihr Schulkind durch Verständnis, aber auch durch Konsequenz. Die Homöopathie bietet auch Ihnen Möglichkeiten Stress-Symptome auszugleichen. Fragen Sie Ihren Arzt!“

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Homöopathie hilft bei Verletzungen

Leichte bis mäßige Verletzungen müssen nicht unbedingt konventionell behandelt werden. Auch die Homöopathie erweist sich hier als gute Therapie. Sowohl homöopathische Einzelmittel als auch Komplexmittel können Beschwerden nach Verletzungen lindern und die Heilung fördern.

Alleine beim Sport verletzen sich pro Jahr mehr als 200.000 ÖsterreicherInnen. Aber auch im Haushalt ereignen sich Jahr für Jahr tausende Unfälle, die Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen oder Blutergüsse zur Folge haben. Auch hier kann Homöopathie eingesetzt werden.

So wurde im April 2014 eine Studie vorgestellt, die das homöopathische Komplexmittel Traumeel mit Diclofenac vergleicht und zu dem Schluss kommt, dass beide bei der Behandlung einer Verstauchung des Sprunggelenks ebenbürtig sind (siehe Presseaussendung anlässlich des Pressefrühstücks am 8. April 2014).

Video: Professor Dr. Karl Peter Benedetto, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am LKH Feldkirch, präsentiert Studienergebnisse von Traumeel verglichen mit NSAR anlässlich der Pressekonferenz zum Tag der Homöopathie 2014.

Klassische Homöopathie

In der klassischen Homöopathie gibt es unterschiedliche Einzelmittel, die bei Verletzungen gute Dienste leisten. Eines der bekanntesten ist das Erste-Hilfe-Mitte Arnica montana (Arnika). Es wird bei Verletzungen durch Stoß, Sturz oder Schlag, bei Quetschungen, Zerrungen, Blutergüssen oder Schwellungen angewendet. Ein bekannter Spruch in der Homöopathie lautet: „Bei Prellung, Quetschung, Stoß und Knall, nimm‘ Arnica auf jeden Fall.“

Homöopathie bei Verletzungen - © Sanhanat/stock.adobe.com
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Ein weiteres Mittel, das bei Stoß- und Sportverletzungen zum Einsatz kommt ist Bellis perennis (Gänseblümchen). Es wird vor allem bei Verletzungen der tieferen (Muskel-) Gewebe eingesetzt, lässt aber auch blaue Flecke schneller verschwinden. Wenn Nervengewebe in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist Hypericum perforatum (Johanniskraut) empfehlenswert.

Für offene Wunden eignet sich Calendula officinalis, die Ringelblume, die auch in der konventionellen Medizin wegen ihrer wundheilenden Eigenschaften angewendet wird. Sie fördert die Granulation, also die Hautneubildung, und wird auch als homöopathisches „Antiseptikum“ bezeichnet.

Ist die Reizschwelle für Schmerzempfindungen besonders niedrig, dann ist oft auch Chamomilla recutita (Kamille) das Mittel der Wahl.

Die Homöopathie kennt noch eine Anzahl weiterer Arzneien, die bei Verletzungen eingesetzt werden. Je nach Art der Verletzung, je nachdem was die Situation verbessert oder verschlechtert, je nach Stimmung des Verletzten, die Auswahl ist groß. Weitere homöopathische Einzelmittel finden Sie in unserer Arzneimitteldatenbank

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Hilfe durch Homöopathie bei Blasenentzündungen

Häufiger Harndrang? Brennen oder Stechen beim Wasserlassen? Harnwegsinfekte sind typische Frauenleiden. Diese Tipps sorgen für eine Erleichterung ohne Schmerzen.

Beim Wandern, Radfahren oder für den abendlichen Ausflug in den Schanigarten zu leicht bekleidet? So besteht die Gefahr, sich nach einer kurzen Pause auf einem kalten Stein oder in kühler Zugluft die Blase zu verkühlen. Häufiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen sind die ersten Anzeichen.

Typisch Frau!

Das stimmt! „Frauen leiden viel häufiger an Harnwegsinfekten als Männer. Aufgrund der geringeren Entfernung von Harnröhre und Anus und der kurzen Harnröhre finden Bakterien aus dem Darm – vor allem Escherichia coli und Enterococcus – leichter ihren Weg“, erklärt Mag. pharm. Sabine Lexer, Obfrau der Initiative „Homöopathie hilft!“ und Leiterin der Sonnenhof Apotheke in Wien-Margareten. In selteneren Fällen sind Viren oder Pilze schuld. Veränderungen im Hormonhaushalt spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, daher haben Frauen während der Menstruation, in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren noch häufiger mit Harnwegsinfektionen zu kämpfen.
Eine Sonderform der Harnwegsinfektion ist die Honeymoon-Cystitis, die vor allem bei Frauen nach häufigem Geschlechtsverkehr auftritt. Aber auch Menschen mit schlechtem Immunsystem oder chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus zählen zu den Risikogruppen für Blasenentzündung & Co.

Homöopathie bei Blasenentzündungen - © mraoraor/stock.adobe.com
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Rechtzeitig zum Arzt!

Dauern die Beschwerden mehrere Tage an oder sollte zusätzlich Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl auftreten, rät die Expertin so rasch wie möglich zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen. Anhand eines Urintests – und je nach Bedarf durch eine Blutuntersuchung oder Ultraschall – können so ernsthafte Erkrankungen des Unterleibes rechtzeitig erkannt und behandelt werden. „In den meisten Fällen handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die mit einem Antibiotikum behandelt wird und innerhalb 10-14 Tage abgeklungen ist“, beruhigt Mag. Lexer.

Homöopathie hilft!

Wenn bedingt durch Unterkühlung vermehrter und eventuell schmerzhafter Harndrang auftritt, der sich durch Wärme bessert, empfiehlt Mag. pharm. Sabine Lexer Solanum dulcamara D6. Bei Symptomen wie brennendem Schmerz während dem Wasserlassen und Wundheitsgefühl ist Lytta vesicatoria D6 empfehlenswert. Plötzlicher heftiger Harndrang mit Brennen, Beißen und Juckreiz wird mit Petroselinum crispum D6 gelindert. Chronische Beschwerden mit häufigem Harndrang, bedingt durch kalte Füße, Infektionen, Hormonstörung oder Abwehrschwäche sowie eine gereizte, weinerliche Stimmung sind Anzeichen für Pulsatilla pratensis D6.

Tipps zur Vorbeugung

  • Wichtig: Viel trinken! 2-3 Liter Flüssigkeit – am besten Wasser oder Tee.
  • Harndrang nicht zurückhalten, sondern lieber öfters die Toilette aufsuchen.
  • Blase immer ganz entleeren: Nicht mit vorgebeugtem Körper auf der Toilette sitzen.
  • Den Intimbereich (nur den äußeren) täglich mit lauwarmem Wasser, mit der Hand (ohne Waschlappen), und – um eine Verschleppung der Darmbakterien zu verhindern – von vorne nach hinten waschen.
  • Immer gleich nach dem Sex auf die Toilette. Durch das Wasserlassen werden die Harnwege gereinigt.
  • Eigenes Handtuch für Intimzone, häufig wechseln und heiß waschen.
  • Bikini oder Badeanzug nicht auf der Haut trocknen lassen, sondern gleich nach dem Schwimmen wechseln.
  • Whirlpools lieber meiden. Hier fühlen sich nicht nur Menschen, sondern auch Bakterien sehr wohl.
  • In öffentlichen Toiletten nicht direkt auf die Klobrille setzen.
  • Je nach Beschwerden das richtige homöopathische Einzelmittel wählen. Komplexmittel, wie beispielsweise Sabal-Homaccord®-Tropfen zur Anregung der Selbstheilungskräfte bei Reizblase, oder Berberis-Homaccord®-Tropfen bei Harnwegsinfekten, schaffen Abhilfe.

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Gute Tipps gegen Reiseübelkeit, Durchfall und Erbrechen

Stressige Anreise, ungewohnte Gerichte, Klimaveränderung und Zeitverschiebung können den Darm leicht beeinträchtigen und zu Verdauungsproblemen führen. Die richtige Vorbereitung verhindert häufig extreme Beschwerden. Wenn Präventivmaßnahmen versagen, hilft die Homöopathie.

Präventivmaßnahmen vor der Reise:

  • Mit Probiotika (aus der Apotheke) eine Woche vorher beginnen, den Darm mit nützlichen Keimen zu versorgen und ihn auf die Ernährungsumstellung vorzubereiten.
  • Zusätzlich erleichert Vitamin C (Einnahmebeginn etwa zwei bis drei Tage vorher) die Klimaanpassung und stärkt das Immunsystem.

Vorsichtsmaßnahmen im Urlaub:

  • Hände weg von Rohkost: Cook it, peel it or forget it (auf Deutsch: koche es, schäle es oder vergiss es) gilt vor allem bei Reisen in ferne Länder.
  • Auf Eiswürfel lieber verzichten und Wasser nur aus nur originalverschlossenen Flaschen trinken.

Reiseübelkeit – wenn das Reisen zum Problem wird

Ein Problem, das die Urlaubsfreude massiv trüben kann, ist Reiseübelkeit. Hier können unterschiedliche homöopathische Arzneimittel Linderung bieten – je nachdem in welcher Form sich die Beschwerden zeigen. Cocculus C12 hat sich sowohl bei Autofahrten als auch bei Schiffsreisen sehr bewährt. Tabacum C12 entfaltet seine Wirkung, wenn extreme Übelkeit und Schwindel, die bei geschlossenen Augen etwas besser sind, in Verbindung mit Blässe im Vordergrund stehen. Bei Übelkeit durch starke Abwärtsbewegungen, verursacht etwa durch Wellengang auf hoher See oder „Luftlöcher“ beim Fliegen, ist häufig Borax C12 das Mittel der Wahl.

Homöopathie: Tipps gegen Reiseübelkeit, Durchfall & Erbrechen - © Robert Kneschke/stock.adobe.com
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Wenn trotz der oben beschriebenen Präventivmaßnahmen im Urlaub Magen-Darm-Beschwerden auftreten, können homöopathische Arzneimittel zu wertvollen Helfern werden:

Hilfe bei Durchfall und Erbrechen

Bei Erbrechen und Durchfall, in Verbindung mit Unruhe, Angstzuständen, Schwäche und brennenden Schmerzen empfiehlt sich Arsenicum album C12. Sind die Beschwerden hingegen mit dem Gefühl des „genervt seins“ gekoppelt, eher stechend, und verschlechtern sich schon durch kleinste Bewegungen, sollte man zu Bryonia C12 greifen.

SOS auf der Reise – darf in keiner Reiseapotheke fehlen

Absolute „Must-Haves“ für jede Reiseapotheke sind Strychnos nux-vomica C12 und Okoubaka C12. Ersteres bewährt sich bei zu viel an Essen, Alkohol, Rauchen und bei Schlafmangel sowie auch bei Jetlag. Es ist ein gutes „Katermittel“. Typische Symptome sind krampfhafte Magen- und Darmbeschwerden, häufige aber nur kleine Entleerungen, auch vergeblicher Stuhldrang ist möglich. Man fröstelt leicht und ist sehr reizbar. An Okoubaka sollte man bei allen Verdauungsbeschwerden durch ungewohnte Nahrungsmittel denken.

Tipp: Globuli in Wasser auflösen

Bei Übelkeit, Erbrechen und Durchfall ist die Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Deswegen macht es Sinn, einige Globuli in Wasser aufzulösen und diese über den Tag verteilt zu trinken – am besten direkt nach dem Erbrechen oder dem Gang zur Toilette. Hier kommt ein großer Vorteil homöopathischer Arzneimittel zum Tragen: Homöopathika müssen nicht über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden, sondern wirken bereits über die Mundschleimhaut. Damit ist keine Unwirksamkeit durch Erbrechen zu befürchten, und der Wirkungseintritt erfolgt sehr schnell.

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