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Verletzungen, Verbrennungen, Zerrungen & Co

Ob beim Sport, im Haushalt, beim Spielen … kleine und größere Verletzungen passieren leider immer wieder. Homöopathische Arzneimittel haben ihre heilende Wirkung bei (Sport-)-Verletzungen wirkungsvoll unter Beweis gestellt. Mit der richtigen und schnellen Behandlung dieser Verletzungen kann die Wundheilung verbessert, Schmerzen und Schwellungen Einhalt geboten und die Selbstheilung angekurbelt werden – und so steht dann bald wieder Sport und Bewegung nichts im Wege.

Bei schweren Verletzungen, Verbrennungen etc. muss natürlich umgehend der Arzt aufgesucht werden.

Wunden durch oberflächliche Verletzungen wie Abschürfungen, Blutergüsse, Verbrennungen, Insektenstiche und vieles mehr können mit Homöopathie effektiv behandelt werden. Aber auch Verstauchungen, Zerrungen und Überlastungen der Gelenkskapseln, Sehnen(ansätze), Bänder und sogar Knochenbrüche können mit den passenden homöopathischen Arzneimittel schnell verbessert werden. Auf diesen Seiten verraten wir Ihnen bewährte Arzneimittel.

Wichtig ist: Wenn sich die Symptomatik nicht unmittelbar bessert oder gar verschlechtert, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt. In der Arzt-Suche können Sie einen geeigneten Arzt/geeignete Ärztin mit Zusatzqualifikation in Homöopathie in Ihrer Umgebung finden.

Erkältung – homöopathisch behandeln

Der grippale Infekt (Erkältung) ist eine meist durch Viren verursachte Infektion der oberen Atemwege. Es kommt zu einer Entzündung der Schleimhaut von Nase, Nebenhöhlen und Rachen. Mehr als 200 verschiedene Viren können einen grippalen Infekt verursachen. Dazu zählen Rhino-, Corona-, Adeno-, Parainfluenza- und Respiratory-Syncytial-Viren. Manche dieser Viren können auch die unteren Atemwege befallen und zum Beispiel eine Bronchitis verursachen. Nach einer überstandenen Erkältung ist man nicht vor einer weiteren geschützt, da es so viele verschiedene Erreger gibt. Das Immunsystem ist jedes Mal aufs Neue gefragt, mit der Infektion umzugehen.

Bei einer Erkältung kann es zu Schnupfen, Husten und allgemeinem Krankheitsgefühl kommen – manchmal auch zu Fieber. Ein grippaler Infekt dauert ca. eine Woche. Husten etwa kann jedoch etwas hartnäckiger sein.

Der normaler Verlauf eines grippalen Infekts ist unkompliziert. Doch natürlich können immer Komplikationen auftreten. Daher gilt: Sollten die Symptome andauern oder schlimmer werden – bitte konsultieren Sie einen Arzt oder Ärztin.

Bewegungsapparat

Probleme beim Stütz- und Bewegungsapparat, in den Muskeln, Gelenken und Sehnen kommen leider immer wieder vor. Gerade bei akuten Verletzungen, Verstauchungen, bei Überanstrengung (Muskelkater), Prellung oder sogar Bruch der Knochen kann die Homöopathie gut unterstützen.

Auch bei Überlastungssymptomen, Bänderzerrungen und Entzündungen aller Art – Gelenksentzündungen, Knochenhautentzündung, Sehnenscheidenentzündung und Tennisellenbogen – ist die Homöopathie immer eine gute Wahl. Und selbst bei rheumatischen Beschwerden, Arthritis und Arthrose können die richtigen homöopathischen Arzneimittel für eine Besserung sorgen.

Homöopathie in der Sportmedizin

Einen sehr hohen Stellenwert hat die Homöopathie auch in der Sportmedizin bei der Behandlung von akuten Verletzungen und Erkrankungen und zur Verbesserung der Regenerationsfähigkeit des Sportlers. Auch bei langwierigen Verletzungen, zum Beispiel im Bereich der Gelenke, Sehnen und Bänder, können homöopathische Arzneimittel mit Erfolg eingesetzt werden. Profisportler schätzen vor allem auch die nebenwirkungsfreie bzw. nebenwirkungsarme Anwendung, und die Sicherheit mit der Einnahme nicht gegen die Dopingrichtlinien zu verstoßen.

Auch Tiere leiden an Problemen mit dem Stütz- und Bewegungsapparat. Auch hier kommen Brüche, Bänderrisse, Bandscheiben-Leiden und Arthrosen samt HD und ED leider immer wieder vor – in jedem Alter. Übrigens: Auch Sehnen-Probleme bei Pferden können mit homöopathischen Arzneimittel sehr gut unterstützt werden.

Lesen Sie hier, wie Sie Probleme mit dem Stütz- und Bewegungsapparat mit Homöopathie verbessern können. Wichtig ist: Wenn sich die Symptomatik nicht unmittelbar bessert oder gar verschlechtert, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt/Tierarzt. In der Arzt-Suche können Sie einen geeigneten Arzt/geeignete Ärztin mit Zusatzqualifikation in Homöopathie in Ihrer Umgebung finden.

Zahnungsbeschwerden bei Babys homöopathisch lindern

Die Entwicklung der Zähne beginnt bereits früh in der Schwangerschaft. Bei der Geburt sind die Schneidezähne des Milchzahngebisses bereits beinahe fertig ausgebildet, auch wenn man sie noch nicht sieht. Wann die ersten Zähne durchbrechen, ist individuell verschieden. Hier könnt ihr lesen, welche Anzeichen und Symptome es beim Zahnen gibt – und wie sich Zahnungsbeschwerden bei Babys homöopathisch lindern lassen.

Die Zahnentwicklung beim Baby

Bereits im Mutterleib sind beim Ungeborenen 20 kleine Milchzähne angelegt. Bei der Geburt sind die Zahnkronen schon fertig ausgebildet. Die Wurzelbildung wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Zahnwurzeln schieben die Zahnkronen schubweise durch den sich öffnenden Knochen. Im Alter von 6 bis 8 Monaten zeigen sich bei den meisten Babys die ersten Milchzähne.

Die ersten zum Vorschein kommenden Zähne sind in der Regel die unteren Schneidezähne. Diesen folgen meist die oberen Schneidezähne und anschließend die Eck- und Mahlzähne. Vollständig ausgebildet ist das Milchzahngebiss etwa im Alter von 2,5 bis 3 Jahren. Das Wachstum der Zähne kann zeitweilig zu Zahnungsbeschwerden bei Babys führen.

Zahnungsbeschwerden homöopathisch lindern - © Joeri/stock.adobe.com
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Symptome und Beschwerden beim Zahnen

Wenn ein Baby Zähne bekommt, führt das oft zu verstärktem Speichelfluss. Zu den Zahnungsbeschwerden bei Babys gehört auch ein Juckreiz, den die Kleinen zu kompensieren versuchen, indem sie verschiedene Gegenstände in den Mund nehmen. Auch das Reiben der Ohren, generelle Unruhe und Gereiztheit oder häufiges Aufwachen in der Nacht sind oftmals Symptome beim Zahnen.

Ebenso können Appetitlosigkeit, gerötete Wangen und eine leicht erhöhte Temperatur auftreten. Fieber, bis zu etwa 38°C, ist während des Zahnens häufig, da der Körper des Babys durch das Zahnen geschwächt und dadurch anfälliger für Infekte sein kann. Haben zahnende Kinder länger als einen Tag Fieber oder werden sie plötzlich krank, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden.

Tipps für natürliche Hilfe bei Zahnungsschmerzen

Heftige Schmerzen werden durch das Zahnen zwar nur selten verursacht, dennoch führt der Durchbruch der Zähne häufig zu Unwohlbefinden. Manchen Kindern helfen Ablenkung durch gemeinsames Spielen und ausgiebiges Kuscheln. Doch auch einige Hausmittel können natürliche Abhilfe bei Zahnungsbeschwerden von Babys verschaffen.

Der Zahnungsprozess kann zu stark juckendem Zahnfleisch führen. Das bewirkt bei Babys den Drang, auf allem herum zu kauen und sich dadurch eine Erleichterung des Durchbruchsschmerzes zu verschaffen. Auf diesem Weg können auch Krankheitserreger in den Körper gelangen. Um Zahnungsbeschwerden bei Babys zu lindern, eignen sich Beißringe oder kühle, feuchte Waschlappen zum Nagen. Waschlappen können auch mit Kamillen-Salbei-Tee getränkt und auf die betroffene Stelle getupft werden.

Kühle Gemüsesticks aus Karotte oder Gurke werden von etlichen Babys mit Zahnungsbeschwerden als wohltuend empfunden. Solche Nahrungsmittel sollten Babys allerdings nur unter Aufsicht überlassen werden, damit sie sich nicht daran verschlucken.

Homöopathische Linderung von Zahnungsbeschwerden bei Babys

Bei zahnenden Babys hat sich schon lange der Einsatz von Globuli bewährt. Denn diese unterstützen die Selbstheilungskräfte des Kindes. Um Zahnungsbeschwerden bei Babys erfolgreich homöopathisch lindern zu können, ist jedoch die Wahl der individuell richtigen Arznei entscheidend.

Wichtige homöopathische Arzneimittel bei Zahnungsbeschwerden:

  • Chamomilla: Kommt bei sehr schmerzhafter Zahnung und Überempfindlichkeit gegenüber Schmerzen zur Anwendung. Babys, denen Chamomilla hilft, sind häufig reizbar und schlecht gelaunt. Herumgetragen zu werden, wirkt sich beruhigend auf sie aus.

Leitsymptome: Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Störrigkeit, Schreien, Stöhnen, Zucken oder Zittern während der Zahnung;

  • Calcium phosphoricum: Ist für Kinder geeignet, bei denen der Prozess des Zahnens relativ spät beginnt und lange dauert. Das Zahnen ist bei diesen Kindern von viel Jammern und Durchfall begleitet.

Leitsymptome: Kinder, denen Calcium phosphoricum hilft, werden oft als sehr schwierig wahrgenommen; Schmerzhafte und schwierige Zahnung, während der das Kind wegen der Schmerzen seufzt; Zusammenfahren während der Zahnung; Verweigerung der Muttermilch;

  • Calcium carbonicum: Findet bei Kindern Anwendung, die im Schlaf zum Schwitzen neigen. Während der Zahnung neigen die Kinder zu Hautausschlägen und Milchschorf. Auch Husten und Verdauungsbeschwerden können auftreten.

Leitsymptome: Langsam erfolgende Zahnung, während der der Stuhlgang weiß ist; Fieber; Oftmaliges Schwitzen (besonders am Hinterkopf) nachts im Schlaf; Während der Zahnung kann es zu Konvulsionen kommen; Das Kind zeigt sich während der Zahnung geschwächt; Oft persistiert ein Milchzahn;

  • Belladonna: Eignet sich für Kinder, bei denen die Zahnungsschmerzen sehr plötzlich einsetzen. Das Zahnen ist häufig von Fieber begleitet.

Leitsymptome: Sehr heftige Schmerzen, die plötzlich auftreten und schnell wieder enden;

  • Magnesium phosphoricum: Hilft Kindern mit plötzlich einsetzenden Zahnungsschmerzen. Die Babys sind nervös, gereizt und schwitzen – ohne jedoch Fieber zu haben.

Leitsymptome: Kaum Schwierigkeiten durch die eigentliche Zahnung; Während der Zahnung kommt es zu Konvulsionen und die Kinder sind dabei sehr berührungsempfindlich; Es kommt während der Zahnung auch zu Schluckauf; Während der Zahnung tritt Durchfall auf;

  • Sulfur: Die zahnenden Kinder, denen Sulfur hilft, sind hitzeempfindlich und decken sich ständig ab. Sie haben häufig rote Körperöffnungen, wie zum Beispiel einen roten Po, heiße Handflächen und Fußsohlen und neigen zu einem wundmachenden, scharfen Stuhl.

Leitsymptome: Schwierige und schmerzhafte Zahnung, die von Fieber begleitet ist; Oft auffallende hellrote Lippen;

  • Mercurius solubilis: Eignet sich für Kinder, die starken Speichelfluss und viel Durst haben. Sie haben häufig Durchfall, der den Po wund macht und sind temperaturempfindlich gegen Hitze und auch Kälte.

Leitsymptome: Heftiger, übel riechender Speichelfluss während der Zahnung; Es besteht während der Zahnung ein Wurmbefall und Beschwerden durch die Würmer;

Besteht vor der Gabe der homöopathischen Arzneimittel Unklarheit oder tritt keine Besserung ein, sollte ein Arzt mit homöopathischer Zusatzausbildung um Rat gefragt werden. Ärztinnen und Ärzte mit Zusatzausbildung in Homöopathie können über die Arztsuche der ÖGHM oder die Ärzteliste der ÄKH gefunden werden.

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Verhaltensprobleme bei Katzen homöopathisch therapieren

In der Veterinärmedizin liegen ganzheitliche Behandlungsansätze, wie die Homöopathie, stark im Trend. Wie aber kann bei Katzen eine ganzheitliche Betrachtungsweise für verschiedene Symptomatiken angewendet werden? Am Anfang wird hierfür eine professionelle Anamnese von einem homöopathisch agierenden Tierarzt durchgeführt. Wie auch in der Humanmedizin ist der Wirkungskreis der Homöopathie bei Katzen weit gespannt und kann bei akuten sowie bei chronischen Erkrankungen zum Einsatz kommen. Bei Verletzungen, wie beispielsweise Knochenbrüchen kann Homöopathie begleitend, wie z.B. im Anschluss an einen notwendigen Eingriff, zur Unterstützung der Knochenheilung eingesetzt werden, aber auch psychosomatische Auffälligkeiten wie Verhaltensprobleme bei Katzen können homöopathisch therapiert werden.

Typische Verhaltensprobleme bei Katzen und mögliche Ursachen

Katzen haben zwar oftmals starke Persönlichkeiten, sind in der Regel aber anpassungsfähig und in der Haltung zumeist unproblematisch. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Die heutige Zeit stellt nicht nur die Anpassungsfähigkeit von uns Menschen oft hart auf die Probe, sondern auch die von unseren Stubentigern. Die Haltung von Katzen ausschließlich in Wohnungen ist zwar durchaus möglich, stellt aber an die Tierhalter auch einige Herausforderungen.

Sind Katzen in ihrer Anpassungsfähigkeit überfordert, zeigen sie oft Verhaltensauffälligkeiten wie Unsauberkeit, aggressives Verhalten, verändertes Fressverhalten, Hyperaktivität oder auch Zwangshandlungen wie übermäßige Fellpflege, die bis zu kahlschlecken oder ausrupfen der Haare gehen kann. Trotz der engen Bindung, die Katzen und ihre Menschen pflegen, können uns unsere Katzen nicht so einfach mitteilen, was genau sie plagt. Denn neben körperlichen Erkrankungen spielt auch bei unseren Samtpfoten die Psyche eine wichtige Rolle.

Verhaltensprobleme bei Katzen homöopathisch therapieren - © New Africa/stock.adobe.com
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Ganzheitliche Diagnose bei komplexem Verhalten von Tieren

Problematische Verhaltensauffälligkeiten, wie Kratzen, Beißen oder Stubenunreinheit, können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Da auch körperliche Erkrankungen für Verhaltensänderungen verantwortlich sein können, ist eine umfassende Anamnese einschließlich einer gründlichen klinischen Untersuchung durch den Tierarzt essentiell. Mitunter können auch weiterführender Untersuchungen wie z.B. Laboruntersuchungen, Ultraschall oder Röntgen notwendig sein. So kann der Auslöser von plötzlicher Unsauberkeit auch eine Blasenentzündung sein. Diese Kenntnis ist entsprechend für die Therapiewahl von Bedeutung. Ein homöopathisch ausgebildeter Veterinärmediziner kann nun entscheiden, ob in diesem speziellen Fall eine homöopathische Behandlung möglich ist, auf konventionelle Therapieformen zurückgegriffen werden sollte oder mitunter auch eine kombinierte Therapie sinnvoll ist.

Steckt beispielsweise Angst bei der Katze hinter einer Reihe von Symptomen oder abweichender Verhaltensweisen, so kann es, wie in vielen Fällen beobachtet wurde, mehrere Ursachen geben, die sich aber auch unterschiedlich auswirken können. Die grundsätzlich schreckhafte Katze kann demzufolge aber ähnliche Verhaltensweisen zeigen, wie ein ansonsten zugängiges Tier, das durch einen Ortswechsel beeinträchtigt wurde. Alle Verhaltensprobleme bei Katzen sind also spezifisch zu betrachten, denn jedes Tier hat ein ihr typisches Wesen – in der Homöopathie werden diese Elemente berücksichtigt.

Wie der Katze die homöopathische Arznei verabreichen?

Die beste Wirkung entfalten homöopathische Arzneimittel auf den Schleimhäuten im Maul des Tieres. Wie beim Kind sollten homöopathische Tropfen unbedingt alkoholfrei sein. Doch Homöopathika als Globuli oder Tablette einer Katze in die Wangentasche zu klemmen, ist möglicherweise eine ziemliche Herausforderung. Man kann Tabletten verreiben oder, wie auch Globuli, in ein wenig Wasser auflösen. Auf eine Pfote geträufelt, leckt es die Katze gleich wieder ab.

Homöopathie wird im Idealfall nicht zusammen mit dem Futter gegeben. Sollte sich die Katze allerdings stark sträuben, kann man die Arznei eventuell von einem Löffel mit etwas Joghurt oder Sauerrahm abschlecken lassen. So nur eine Katze im Haushalt lebt, kann versucht werden, die Arznei mitunter auch über das Trinkwasser zu verabreichen.

Die Selbstbehandlung von Katzen

Speziell für Verhaltensprobleme bei Katzen gibt es eine Reihe von bewährten Mitteln, von denen hier einige Beispiele angeführt werden:

  • Ignatia bei Kummer über Trennung (z.B. nach Verlust eines (tierischen) Familienmitgliedes oder Ortswechsel)
  • Natrium Chloratum bei langanhaltendem Kummer
  • Lachesis bei aggressiver Eifersucht
  • Pulsatilla bei sehr ängstlichen, sich verkriechenden Katzen

Da diese Verhaltensprobleme bei Katzen jedoch so unterschiedliche Ursachen haben können, ist es auf jeden Fall ratsam am Anfang einen homöopathischen Tierarzt aufzusuchen, der eine umfassende Erstanamnese vornimmt. Das nach Anamnese und Untersuchung ermittelte homöopathischen Arzneimittel, kann dann nach den Vorgaben des Tierarztes verabreicht werden. So fühlt sich das geliebte Haustier wieder langfristig wohl.

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Typische Anwendungsbereiche der Veterinär-Homöopathie

Auch die Behandlung von Krankheiten bei Tieren mittels Homöopathie wird immer beliebter.  Viele Tierbesitzer möchten für ihre Lieblinge nur das Beste und suchen zunehmend nach gut verträglichen und nebenwirkungsarmen Behandlungsmöglichkeiten. Das Feld der Veterinär-Homöopathie ist von der Nutztierbehandlung bis hin zur Behandlung von Haustieren breit gefächert. Typische Anwendungsbereiche und Behandlungsmethoden werden in folgendem Artikel näher erläutert.

Generelle Anwendung der Veterinär-Homöopathie

Zu Beginn kann hier festgehalten werden, dass Tiere in der Regel mit denselben homöopathischen Arzneimitteln behandelt werden wie Menschen. Mehr Informationen dazu können Sie in unserem Interview mit Frau Dr. Petra Weiermayer nachlesen. Arzneien, die explizit für die Anwendung am Tier vorgesehen sind, sind eher selten. Hier sind die für Tiere erst seit Kurzem zugelassenen homöopathischen Einzelarzneien sowie die unterschiedlichen Komplexmittel verschiedenster Arzneimittelhersteller zu nennen.

Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung

Immer mehr Landwirte suchen nach Alternativen vor allem zum Einsatz von Antibiotika. Besonders in der biologischen Landwirtschaft muss gemäß der aktuellen EU-Bio-Verordnung sofern indiziert der Homöopathie der Vorzug gegenüber konventionellen Medikamenten wie Antibiotika gegeben werden. Durch die Homöopathie können Nutztiere sanft und ohne Rückstände behandelt werden. Wissenschaftliche Studien konnten die Wirksamkeit in diesem Bereich zeigen. Wichtig ist und bleibt hier wie auch in der Behandlung von Haustieren die Zusammenarbeit von Schulmedizin und Homöopathie zum Wohle der Tiere.

Typische Anwendungsbereiche der Veterinär-Homöopathie - © bilanol/stock.adobe.com
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Bewährte Anwendungsgebiete

Für einige Krankheitsbilder und Symptome zeigten sich bestimmte homöopathische Arzneien als wirksam. So ist beispielsweise der Einsatz von Arnica bei stumpfen Traumen und damit in Verbindung stehenden Schmerzen sehr beliebt. Um Erkältungserscheinungen und Anfangsstadien von Infektionskrankheiten einzudämmen, bietet sich die Anwendung von Aconitum an, wenn die Symptome plötzlich einsetzen und beispielsweise durch kalten Wind hervorgerufen wurden. Auch Apis ist ein beliebtes Mittel und kann zur Linderung von Hautausschlägen, die sich zeigen wie ein Bienenstich eingesetzt werden. Kennzeichen dafür sind eine blassrosa Verfärbung und eine teigig-ödematöse Schwellung. Außerdem ist die Stelle glasig, heiß und sehr berührungsempfindlich. Patienten sind dabei sehr unruhig und gereizt, durch Wärme verschlimmern sich die Symptome. In der Regel kommen hier vor allem Potenzen zwischen D4 und D12 zum Einsatz. Bei der Verabreichung gilt die Faustregel: es muss ein Globulus sicher im Maul des Tieres sein, daher empfiehlt es sich 3-5 Globuli zu geben, um die Verabreichung eines Globulus sicherzustellen.

Der Gang zum Tierarzt

Hat ein Tierbesitzer bereits Kenntnisse bezüglich des Einsatzes der Veterinär-Homöopathie und kann er die Symptomatik und das Ansprechen auf die homöopathischen Arzneimittel abschätzen, so steht der Selbstanwendung nichts im Wege. Sind jedoch keine Vorkenntnisse vorhanden, ist der Besuch beim homöopathischen Tierarzt unumgänglich. Dies gilt ebenso, wenn sich durch die Selbstbehandlung keine Besserung oder eine Verschlechterung einstellen sollte bzw. wenn das Tier chronisch krank ist.

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Homöopathie zur Linderung von Allergien

Jedes Jahr im Frühling tauchen bei vielen Allergikern die altbekannten Probleme auf. Denn wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht und wieder aufzublühen beginnt, lösen die vielen Blütenpollen bei Allergikern tränende Augen, verstopfte Nasen und den Reiz zu Niesen aus. Egal ob Heuschnupfen oder Allergien gegen Hausstaub, Tierhaare oder Insektenstiche – Homöopathie kann helfen.

Welche Ursachen haben Allergien?

Viele Österreicher und Deutsche leiden an Allergien. Doch was passiert bei einer Allergie im Körper? Wodurch werden Beschwerdebilder wie laufende Nasen, tränende Augen und ständiges Niesen verursacht?

Das Abwehrsystem von Allergikern erkennt bestimmte, an sich harmlose Stoffe, die Allergene, als fremd und gefährlich. In weiterer Folge wird ein Abwehrprozess in Gang gesetzt, der unter anderem zu einer Freisetzung von Histamin führt. Hormone wie dieses sind letzten Endes für die allergischen Reaktionen des Körpers verantwortlich und sorgen für unangenehme Auswirkungen an den Schleimhäuten von Augen, Nase, Bronchien und Darm sowie an der Haut.

Allergene, die über die Atmung aufgenommen werden, wie zum Beispiel Birkenpollen, Pilzsporen, Hausstaub oder Tierhaare, werden als Inhalations-Allergene klassifiziert. Neben dieser Art von Allergieauslösern, kommen auch Insektenstich- oder Inhalationsallergene, Kontaktallergene wie zum Beispiel Nickel oder Duftstoffe, die mit der Haut in Berührung kommen und Nahrungsmittel- oder Arzneimittelallergene vor.

Ahnliche Symptome können aber auch Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln, Medikamenten oder anderen Stoffen hervorrufen. Diese können jedoch in herkömmlichen Labortests oder Hauttests nicht nachgewiesen werden. Eine homöopathische Therapie kann diese Unverträglichkeiten jedoch sehr gut beeinflussen.

Homöopathie: Allergien - © Ocskay Mark/stock.adobe.com
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Wie wird eine Allergie diagnostiziert?

Steht der Verdacht einer Allergie im Raum, wird eine Allergiediagnostik durchgeführt, um das auslösende Allergen zu identifizieren. Zu Beginn der Untersuchung steht die Erhebung der Krankengeschichte im Mittelpunkt. Dabei wird eruiert, welche Symptome auftreten und in welchem Zusammenhang sie stehen. Ein Allergie-Hauttest, ein sogenannter Prick-Test, kann ohne großen Aufwand durchgeführt werden. Dieser Test gibt Auskunft über den oder die allergieauslösenden Substanzen. Um die Diagnose abzusichern, kann noch ein Bluttest durchgeführt werden. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass ganz bestimmte Allergene oder Allergenkomponenten als Auslöser der Allergie identifiziert werden können.

Welche Möglichkeiten gibt es, wie man Allergien behandeln kann?

Allergien gibt es zahlreiche verschiedene – entsprechend vielfältig ist auch das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten. Grundsätzlich muss bei der Allergie-Behandlung unterschieden werden, ob die akuten Symptome behandelt werden oder ob etwas gegen die Ursache der Allergie unternommen wird.

Ein sicherer, aber nicht immer umsetzbarer Weg, ist die Vermeidung der allergieauslösenden Stoffe. Eine solche Allergenkarenz stößt allerdings bei überall vorkommenden Allergenen, wie zum Beispiel bei einer Hausstauballergie oder Heuschnupfen, rasch an ihre Grenzen. Wenn Betroffene überwiegend akute Allergiesymptome aufweisen, können die Beschwerden mit verschiedenen Arten von Allergiemedikamenten behandelt werden. Bei einigen Patienten kann das Immunsystem bei einer Hyposensibilisierung an die Allergene gewöhnt werden, so dass es zu einer Toleranzentwicklung kommt.

Doch auch eine Therapie mit Homöopathika eignet sich sowohl zur Akutbehandlung, als auch zur langfristigen Prophylaxe. Im Gegensatz zu herkömmlichen Medikamenten wie Antihistaminika weisen Arzneimittel der Homöopathie keine Nebenwirkungen auf und machen vor allem nicht müde.

Homöopathie hilft bei Allergien – langfristig und akut

Homöopathie orientiert sich ganzheitlich am Menschen. Die homöopathischen Arzneimittel wirken sanft, natürlich und schonend. Nebenwirkungen sind bei dieser Behandlungsform nicht zu befürchten. Welches homöopathische Präparat für einen Allergiker am besten geeignet ist, ergibt sich aus der Diagnose sowie der Gesamtheit der Symptome –  die Behandlung ist auf die individuellen Beschwerden des Betroffenen abzustimmen.

Bei akuten Beschwerden gibt es einige Homöopathika, die wertvolle Hilfe leisten können. Homöopathische Mittel können sowohl unterstützend zu einer konventionellen Therapie eingesetzt werden, als auch bei leichter Symptomatik als alleiniges Mittel eingesetzt werden.

Aber auch auf lange Sicht gesehen bietet die Homöopathie Aussicht auf Linderung oder Heilung. Dafür wählen Ärzte mit Homoöpathieausbildung eine sogenannte Konstitutionsbehandlung, zu deren Beginn eine genaue Anamnese steht, in der nicht nur die Symptomatik, sondern auch psychische, familiäre und soziale Faktoren erhoben werden. Eine solche Langzeitbehandlung von Allergien sollte im Idealfall schon in der allergenfreien Zeit begonnen werden, um das Immunsystem vorzubereiten. Wenn nötig wird dabei die konventionelle Behandlung fortgeführt und erst im Laufe der Zeit damit begonnen, die herkömmlichen Medikamente zu reduzieren und dann abzusetzen.

Homöopathische Mittel können im ersten Jahr der Anwendung die Beschwerden um bis zu 40% reduzieren.

Belegte Wirksamkeit

Forschungsergebnisse zur Homöopathie, die durch randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien gewonnen werden konnten, zeigen dass homöopathische Pollenmischungen oder das Mittel Galphimia glauca besser wirken als Placebo und ähnlich gut wie Antihistaminika. Bei Allergien kann der Einsatz von Homöopathie eine gute Wahl sein.

Quellen:

  • Reilly, D. T., & Taylor, M. A. (1985). Potent placebo or potency? A porposed study model with initial findings using homeopathically prepared pollens in hayfever. The British Homoeopathic Journal, 74, 65-75.
  • Reilly, D. T., Taylor, M. A., Mc Sharry, C., & Aitchinson, T. (1986). Is homoeopathy a placebo response? Controlled trial of homoeopathic potency with pollen in hayfever as a model. Lancet, Oct. 18, 881-886.

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Homöopathie für Tiere: Die 5 wichtigsten Arzneien

Homöopathische Arzneien werden nicht nur von und für uns Menschen genutzt, sie finden auch bei unseren Haustieren gerne Anwendung.  Egal, ob Hund oder Katze, Pferd, Rind, Schwein, Hamster, Meerschweinchen u.v.m.: Die Homöopathie kann viele verschiedene Beschwerden unserer Vierbeiner lindern. Welche 5 homöopathischen Arzneien in der Behandlung unserer Tiere am häufigsten vorkommen, haben wir hier für euch zusammengefasst!

Calendula officinalis

Die Calendula officinalis („Ringelblume“) ist in vielen österreichischen Gärten beheimatet. Sie ist vor allem für ihre entzündungshemmende, wundheilende und immunstimulierende Wirkung bekannt. Bei schlecht heilenden Wunden kann sie zudem stark heilungsfördernd wirken. Gleichzeitig hemmt sie die Bildung von wildem Fleisch – einer bekannten Wundheilungsstörung – und erspart so manchem Tier den ungeliebten Plastiktrichter um den Hals. Sie zählt – wie auch Arnika – zu den Korbblütlern, welche bereits eine lange Tradition als Heilpflanze hat.

Nux vomica

Ein weiteres, homöopathisches Arzneimittel, welches auch gerne bei Tieren Anwendung findet, nennt sich Nux vomica („Brechnuss“). Bereits im 11. Jahrhundert wurde ihre Wirkung in der arabischen Medizinliteratur erwähnt und gelangte schließlich im 15. Jahrhundert von Indien nach Europa. Heute wird Nux vomica gerne beim Verzehr von Unverträglichem, bei Durchfall oder Verstopfungen, die mit krampfartigen Bauchschmerzen einhergehen, angewendet. Betroffene Tiere lassen sich übrigens nicht am Bauch berühren! Es kann zudem besonders Tieren helfen, die gerne zu viel und zu hastig essen. Wenn die Symptome sich nach der Gabe der Arznei nicht unmittelbar verbessern, muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Denn es kann sich um einen lebensbedrohlichen Zustand handeln. Zum Beispiel, wenn die Ursache der krampfartigen Bauchschmerzen ein unbemerkt verschluckter Fremdkörper ist.

Silicea

Das homöopathische Arzneimittel Silicea terra („Kieselsäure“) ist vielseitig anwendbar. Es wird auch in der Tierhomöopathie sehr gerne eingesetzt. Silicea kommt in der Natur hauptsächlich als Salz vor und hat seinen Ursprung als Mineral im Sandstein. Zu den Hauptanwendungsbereichen zählen Haut- und Horngebilde, Knochen, Bindegewebe, das Lymph- und das zentrale Nervensystem. Die Entwicklung eines kräftigen Knochengerüstes und eines gesunden Gebisses ist besonders bei schwächlichen, mageren Tieren mit schlechtem Fell und missgebildeten Nägeln von Bedeutung. Silicea regt hier den Stoffwechsel an, welcher in weiterer Folge die Immunabwehr stärkt und das Bindegewebe festigt. Auch bei wiederkehrenden Eiterungen kann Silicea Abhilfe schafften.

Arsenicum

Arsenicum album (Arsen) kommt bei Koliken, Durchfällen und Erbrechen, gepaart mit Ruhelosigkeit, zum Einsatz. Es findet zudem Anwendung, wenn das Tier im weiteren Verlauf von Durchfall und Erbrechen von Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung gezeichnet ist. Denn die homöopathische Arznei stärkt den Organismus. Arsen ist in seiner Urform übrigens hochgiftig! Erst die homöopathische Potenzierung macht es zu einer wirkungsvollen und ungiftigen, homöopathischen Arznei. Auch hier gilt: Wenn sich die Symptome nach der Gabe der Arznei nicht unmittelbar verbessern, muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden! Denn, wenn zum Beispiel eine Vergiftung zugrunde liegt, kann es sich hierbei um einen lebensbedrohlichen Zustand handeln.

Calcium

Calcium kann in zwei Formen Jungtieren beim Knochenbau helfen: Das Calcium carbonicum („Austernschalenkalk“) kommt bei Jungtieren, die kräftiger und ruhiger sind, zum Einsatz. Bei lebhaften, zierlichen Jungtieren wird hingegen Calcium phosphoricum („phosphorischer Kalk“) verwendet.

Homöopathie: Die 5 wichtigsten Arzneien für Tiere - © Dagmar Breu/stock.adobe.com
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Verabreichung homöopathischer Tierarzneimittel

Die beste Wirkung erzielen homöopathische Arzneimittel, wenn sie den tierischen Patienten direkt auf die Schleimhäute gegeben werden. Am effektivsten ist deshalb die direkte Gabe auf die Maulschleimhaut oder die Zunge. Sollte dies nicht möglich sein, können die Globuli oder Tropfen auch über das Trinkwasser, das Futter oder ein Leckerli verabreicht werden. Entscheidend ist, dass sichergestellt wird, dass das Tier die homöopathische Arznei mit Sicherheit aufgenommen hat. Wie häufig homöopathische Arzneien gegeben werden sollen, hängt vom Potenzierungsgrad ab. Je niedriger die Potenz, desto häufiger muss die Gabe erfolgen. Hochpotenzen werden nur einmalig gegeben.

Wir hoffen natürlich, dass sich Ihr Liebling bester Gesundheit erfreut! Falls Ihr Hund, Ihre Katze, Ihr Pferd oder generell eines Ihrer Haustiere jedoch mal angeschlagen sein sollte, schadet es nicht, eine kleine Haus- oder Taschenapotheke mit den wichtigsten homöopathischen Arzneien für Tiere bei sich zu Hause zu haben. Falls Sie zudem noch auf der Suche nach einem Tierarzt mit der Zusatzausbildung Homöopathie sind, hilft Ihnen die Tierarztsuche der ÖGVH weiter!

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Homöopathie für Silvester: So rutschen auch Ihre Haustiere gelassen ins Neue Jahr

Nach der mehr oder weniger besinnlichen Weihnachtszeit geht es spätestens zu Silvester wieder laut zu. Das Neue Jahr wird traditionell mit buntem Feuerwerk, lauten Raketen und einem ordentlichen Hallo Willkommen geheißen. Des einen Freud’, ist des anderen Panik: Denn nicht nur die Wildtiere, auch unsere Haustiere leiden unter dem immensen Krach enorm – und die Besitzer meist mit ihnen. Doch die Homöopathie kann gegen die Ängste helfen. 

Tierärztin Claudia Halmer weiß Abhilfe

Was vielen Menschen große Freude bereitet, löst bei Tieren oft Angst und Panik aus. Angst ist eine angeborene Emotion, die als Schutzmechanismus dient und durch Reaktion, bestehend aus Flucht, Kampf oder Erstarren, das eigene Überleben sicherstellt. Auch Dr. med. vet. Claudia Halmer, homöopathische Tierärztin, im Vorstand der ÖGVH und selbst Hundebesitzerin, weiß ein Lied davon zu singen: „Mein alter Hund hat zu Silvester auch schon versucht in die Sockenlade zu schlüpfen.“ Doch so unterschiedlich die Tiere, so verschieden auch ihre Reaktionen. Halmer: „Es gibt Tiere die bleiben ziemlich gelassen, andere legen sich ängstlich an einen ruhigeren Ort. Manche drängen sich zitternd an „ihren” Menschen und wieder andere rennen panisch durch die Wohnung.“

Dr. vet. med. Claudia Halmer empfiehlt: „Wenn das Tier immer wieder mit übermäßiger Angst und Panik reagiert, sollte nur mit einer speziell für dieses Tier ausgewählten Arznei von einem erfahrenen, mit der Homöopathie vertrauten Tierarzt behandelt werden – am besten bereits einige Wochen vor Silvester.“
Dr. med. vet. Claudia Halmer empfiehlt: „Wenn das Tier immer wieder mit übermäßiger Angst und Panik reagiert, sollte nur mit einer speziell für dieses Tier ausgewählten Arznei von einem erfahrenen, mit der Homöopathie vertrauten Tierarzt behandelt werden – am besten bereits einige Wochen vor Silvester.“

Damit Silvester mit Tieren entspannt bleibt

Während manche Tiere an Silvester gelassen bleiben, zeigen sich andere unsicher und legen sich ängstlich an einen ruhigeren Ort. Wieder andere Hunde oder Katzen suchen zitternd Kontakt mit ihren Menschen oder rennen panisch durch die Wohnung. So verschieden wie die Persönlichkeiten unserer Haustiere sind, so unterschiedlich reagieren sie auch auf angstauslösende Situationen.

So unterschiedlich unsere Haustiere in ihrer Individualität, so unterschiedlich reagieren sie auch auf angstauslösende Situationen. Chronische Ängste, tief eingebrannte Erlebnisse, antrainiertes Verhalten, etc. – die individuelle Lebensgeschichte vereint sich in Extremsituationen zu individuellen Reaktionen. Die Tierärztin empfiehlt daher: „Wenn das Tier immer wieder mit übermäßiger Angst und Panik reagiert, sollte nur mit einer speziell für dieses Tier ausgewählten Arznei von einem erfahrenen, mit der Homöopathie vertrauten Tierarzt behandelt werden – am besten bereits einige Wochen vor Silvester.“ 

Extremsituation für unsere Vierbeiner

Wenn ein Tier mit übermäßiger Angst und Panik auf Silvester-Feuerwerk reagiert, kann es mit einem, speziell für dieses Tier ausgewählten, homöopathischen Mittel behandelt werden. Die genau zum Individuum und seinen Bedürfnissen passende homöopathische Arznei kann ein auf Homöopathie spezialisierter Tierarzt bei einer gründlichen Anamnese ermitteln – und das am Besten bereits einige Wochen vor Silvester. Von Selbstmedikation rät die ÖGVH-Tierärztin ab: „Nicht genau passende Arzneien könnten bei Tieren mit unbekannter Vergangenheit mitunter zu einer Verstärkung der Angst führen. Bei gesunden Tieren wiederrum können häufig verabreichte homöopathische Arzneien zur Ausbildung bestimmter, für die Arznei typische Symtome führen, unsere Haustiere machen dann eine sogenannte Arzneimittelprüfung durch.”

Erste Hilfe gegen Silvester-Angst

Um Ängste abbauen zu können, braucht es idealerweise langfristige Strategien. Mit einem speziellen Desensibilisierungs-Training, das von einem guten Trainer unterstützt wird, können negative Verknüpfungen oft langsam wieder aufgelöst werden. Doch manchmal ist nicht genug Zeit, bis das Training greift. In solchen Fällen kann es angebracht sein auf schnelle „Erste Silvester-Hilfe“ zurückzugreifen – am besten immer nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

Globuli gegen Angst

Homöopathie kann am Besten immer individuell helfen. Je nach Symptomen des betroffenen Tiers können zahlreiche unterschiedliche homöopathische Arzneien zum Einsatz kommen. Aber die ganzheitliche Homöopathie kennt dennoch „klassische Angstarzneien“, die in vielen Fällen geeignet sind und hat auch Tipps parat, die in akuten Fällen gute Dienste leisten können.

  • Aconitum Einem bisher unbelasteten Tier kann in akuten Angstsituationen Aconitum (blauer Eisenhut oder Mönchskappe) in einer tiefen D12 Potenz gut helfen. Am Silvester-Nachmittag fünf Globulis zwischen die Lefzen geben und dann je nach Angstzustand alle paar Stunden erneut eine Gabe. Wichtig: Die Globuli sollen nur verabreicht werden, wenn das Tier Angst oder Panik hat, erscheint das Verhalten nur etwas ängstlich kann dieser Wirkstoff nichts ausrichten. 
  • Phosphor Große Furcht vor Geräuschen, das Tier will sich versteckt, sucht aber dennoch die Nähe des Besitzers, weil es Angst vor dem Alleinsein hat. 
  • Gelsemium Starkes Zittern, unwillkürlicher Harnabgang möglich, teilweise sogar Durchfall bei Angst.
  • Pulsatilla Starkes Winseln; „Mitleid erregend“ – (sanft, gutmütiges Wesen) braucht Körperkontakt und will zum Beispiel auf dem Schoß sitzen; Es kommt durch Trost und Streicheleinheiten scheinbar zur Besserung.
  • Nux vomica Überempfindlichkeit in Bezug auf äußere Reize wie zum Beispiel Lärm; die Reaktion kann dabei auch aggressiv ausfallen („Angstbeisser”).

Je nach Art der Reaktion des Tieres muss die passende Arznei ausgewählt werden. Bei der Anamnese wird zum Beispiel berücksichtigt, ob ein Tier sich eher versteckt, nicht mehr ansprechbar ist, ob es zittert oder hysterisch in Panik gerät. Da das Auswählen des richtigen Arzneimittels nicht einfach ist, sollte die Wahl am Besten einem auf Homöopathie spezialisierten Tierarzt überlassen werden. Dieser wird individuell entscheiden, welche Art von Therapie für Ihr Tier in der aktuellen Situation geeignet ist. Nur so kann auch der gewünschte Effekt erzielt werden. Falls Sie noch auf der Suche nach einem Tierarzt mit einer Zusatzausbildung in Homöopathie sind, hilft Ihnen die Tierarztsuche der ÖGVH weiter.

Ein weiterer Tipp für Silvester ohne Angst

Sehr gut wirken auch die sogenannten Zyklene. Das sind Milchproteine, die in der Muttermilch vorkommen – diese werden extrahiert und in praktische Kapseln gepresst. Claudia Halmer: „Mit Zyklene beruhigen sich die meisten Tiere sehr rasch, sie fühlen sich so als würden sie wieder bei Mama liegen und trinken und werden zudem offener neue Verhaltensmuster zu lernen.“  Mindestens eine Woche vor Silvester sollte man mit Zyklene beginnen. Der Tipp: Diese natürliche Substanz kann bei chronisch gestressten Tieren auch über längere Zeit verabreicht werden – am Besten in Kombination mit gutem Training für Tier und Besitzer.

Die Angst soll nicht verstärkt werden

Katzen, die es gewohnt sind Freigang zu haben, sollten schon einen Tag vor Silvester ins Haus geholt werden. Auch Hunde sollten an Silvester und den Tagen davor und danach nicht frei laufen, sondern an der Leine geführt werden. Für größere Spaziergänge wählt man optimaler Weise ein ruhiges Naturschutzgebiet. Ängstlichen Hunden reichen um den Jahreswechsel aber in der Regel kurze Gassigänge vor der Türe.

Und einen letzten Tipp gibt uns Claudia Halmer auch noch mit auf den Weg. Umso gelassener der Tierbesitzer bleibt, desto mehr Sicherheit vermittelt er seinen Vierbeiner. Verständnis ist gut, aber nicht auf die Ängste an sich eingehen und auf keinen Fall Angst und Panik mit „Leckerlis belohnen“. Was sehr oft gut hilft: Fernseher oder Radio etwas lauter aufdrehen, Vorhänge zuziehen – und möglichst ruhig die Nacht genießen. Manchmal ist die Sicherheit und die Souveränität des Besitzers effektiver als das beste Medikament – und kann dann selbst panischen Tieren schnell „heilen“.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern einen guten Rutsch ins neue Jahr!

So verschlafen auch Hunde die Silvesternacht © oegvh_shutterstock_165742562

 

Homöopathie für die Frau

Der weibliche Zyklus ist regelmäßig hormonellen Schwankungen unterlegen. Diese können sich negativ auf das Wohlbefinden der Frau auswirken. Auch Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane können mit Schmerzen und Einschränkungen im Alltag verbunden sein. Ob bei Harnwegsinfekten, chronischen Scheideninfektionen, Eierstockzysten, Regel- oder Wechseljahresbeschwerden. Homöopathie kann helfen, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen und schmerzhafte Infekte zu lindern. Welche Arzneien bei welchen Beschwerden wirken, haben wir für euch zusammengefasst.

Homöopathie bei Menstruationsbeschwerden:

Die Zykluslänge und -stärke unterscheiden sich von Frau zu Frau. Ebenso unterschiedlich können die damit einhergehenden Beschwerden sein. Homöopathie kann den Körper bei den Vorgängen unterstützen, die er während der Menstruation durchlebt. So bietet sich beispielsweise die homöopathische Arznei Atropa belladonna (= schwarze Tollkirsche) an. Sie hilft bei plötzlichem und sehr schmerzhaftem Eintreten der Menstruation. Zudem mindert sie den Blutandrang und unterstützt bei der psychischen Überempfindlichkeit. Gegen Traurigkeit oder Gereiztheit vor der Regel hilft auch der Einsatz von Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze) oder Natrium chloratum (Kochsalz).

Homöopathie bei Harnwegsinfekten:

Aufgrund der weiblichen Physiologie (verkürzte Harnröhre) und übertriebener Intimhygiene kann die Wahrscheinlichkeit eines Harnwegsinfekts rapide ansteigen. Tritt eine Infektion ein, sollte die Betroffene schnell handeln. Das Arzneimittel Pulsatilla pratensis (Wiesenküchenschelle) kann die Symptome eines auftretenden Harnwegsinfekts mindern. Gerade bei hormon- oder erkältungsbedingten Harnwegsinfektionen entfaltet diese Arznei ihre volle Wirkung. Zudem hilft Lytta vesicatoria (Spanische Fliege) heftige, brennende Schmerzen in den Harnwegen zu lindern. Bei heftigem Harndrang, der kaum zurückgehalten werden kann, verschafft die homöopathische Arznei Petroselinum (Petersilie) Abhilfe.  Wenn Harnblasenentzündungen häufig nach Geschlechtsverkehr auftreten, unterstützt Staphisagria (Stephanskraut).

Homöopathie bei Eierstockentzündungen:

Eine Eierstockentzündung macht sich meist durch einseitige Unterbauchschmerzen, Übelkeit und Schmierblutungen bemerkbar. Die Auslöser können unterschiedlicher Natur sein. Die damit einhergehenden, körperlichen Beschwerden machen jedoch ein schnelles Handeln erforderlich. Um die Entzündung zu behandeln, bietet sich Bryonia alba (weiße Zaunrübe) an. Denn sie lindert Beschwerden wie beispielsweise stechenden Schmerz und die Bewegungsempfindlichkeit. Auch die Entzündung selbst wird dank dieser homöopathischen Arznei gelindert. Bei Zysten der Eierstöcke können Apis mellifica (Honigbiene) oder Lycopodium clavatum (Keulenbärlapp) hilfreich sein.

Homöopathie bei Wechseljahrsbeschwerden:

Auch bei der Menopause (=Wechseljahre, Klimakterium) unterscheiden sich die Symptome, die mit dieser Lebensphase einhergehen. Durch die verringerte Hormonproduktion kämpft der Körper mit zahlreichen Symptomen. Dazu zählen z.B.  Nervosität, innere Unruhe, Herzrasen, Schlafstörungen, Hitzewallungen, Haarausfall, etc.. Die Beschwerden, die hierbei auf den weiblichen Körper zukommen, schmälern die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Etwa jeder dritten Frau wird der Alltag durch diese Beschwerden erschwert. Homöopathische Arzneien wie Sepia officinalis (Tintenfisch) können den Körper bei Überempfindlichkeit, Erschöpfung und Hitzewallungen unterstützen. Zudem hilft Sanguinaria canadensis (Kanadischer Blutwurz) bei Stimmungsschwankungen, Ungeduld und Ruhelosigkeit.

Homöopathie bei Lustlosigkeit:

Mit sexueller Unlust sehen sich viele Frauen im Lauf ihres Lebens konfrontiert. Die Ursachen sind vielfältig und können sowohl körperlicher als auch psycho-sozialer Natur sein. Sinkt das sexuelle Interesse, kann dieses durch Causticum Hahnemanni (Ätzstoff) wieder gesteigert werden. Auch Vitex Agnus Castus (Mönchspfeffer) wird eine aphrodisierende und luststeigernde Wirkung nachgesagt.

Sollten sich die körperlichen Beschwerden nicht bessern oder gar verschlimmern, ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren. Mit der Arztsuche der ÖGHM und der ÄKH findet man ganz leicht einen Arzt mit der Zusatzausbildung Homöopathie in der Nähe.

Hier geht’s zur Arztsuche >>

Homöopathie bei Frauen - © Rido/stock.adobe.com
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